Weltgästeführertag 2023: »Sagen, Geschichten, Anekdoten«

Blick auf die mittelalterliche Stadtmauer Rothenburgs mit Altstadtpanorama im Hintergrund, Foto:(c) RTS, W. Pfitzinger
Rothenburger Altstadtpanorama mit Rathausturm und Jakobskirche, Foto:(c) RTS, W. Pfitzinger

Der Verein der Rothenburger Gästeführer (VRG) veranstaltet anlässlich des Weltgästeführertages 2023 am Samstag, 18.02.2023 und Sonntag, 19.02.2023 Sonderführungen  unter dem Motto: »Sagen, Geschichten, Anekdoten«.

Die Sonderführungen sind kostenlos, der Verein bittet jedoch um Spenden für die Anschaffung von Sitzmöbeln des Lesegartens der Stadtbücherei.

 

 

Bitte beachten Sie, dass derzeit noch keine Angaben über die am Veranstaltungstag gültigen Hygiene- und Abstandsregeln möglich sind. Für die Führungen gelten die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen, am Veranstaltungstag gültigen, rechtlichen Vorgaben bezüglich eventueller Hygiene- und Abstandsregeln. Informieren Sie sich daher bitte vorab, vor Ihrem Besuch der Führungen, über die am Veranstaltungstag eventuell geltenden Regeln und Maßnahmen im Landkreis Ansbach.

Rothenburger Stadtpanorama, Foto: (c) RTS, W.Pfitzinger

1. „Ach, wos’d ned seggst!“

Samstag, 18.02.2023, Beginn: 14.00 Uhr, Treffpunkt: Gaststätte »Ratsstube« am Marktplatz, Gästeführer: Helga Grund und Ruth Pianka

Erleben Sie einen bunten Mix aus Anekdoten, Sagen und Geschichten von großen und kleinen Persönlichkeiten und deren liebevollen Gedanken zu unserem Rothenburg!

Der Marktplatzbrunnen mit dem Rothenburger Fleisch- und Tanzhaus, Foto: (c) RTS, W. Pfitzinger

2. „Wie es damals war: Legenden, Sagen und G’schichten aus Rothenburg“

Samstag, 18.02.2023, Beginn: 16.00 Uhr, Treffpunkt: Marktplatz-Brunnen, Gästeführerinnen: Elena Kandert und Andrea Weinhardt

Rothenburg ob der Tauber ist der Inbegriff einer mittelalterlichen Stadt. Hinter den wehrhaften Mauern und Türmen, den stolzen Patrizierhäusern und Kirchen steht eine bewegte Geschichte. In dieser langen Stadtgeschichte hat sich ein wahrer Schatz an Legenden, Sagen und Geschichten angesammelt. Es wurde gestritten, geraubt und betrogen, aber auch geliebt, vertraut und geglaubt. Begleiten Sie zwei Handwerkerfrauen auf ihrem Rundgang durch Rothenburg.

Erfahren Sie auf einem Streifzug durch die Altstadt, was sich hinter den Geschichten von der Bäckerlist, von der Rache der Störche, von dem Sackpfeifer und noch mehr verbirgt.

3. „Heinrich Toppler“

Sonntag, 19.02.2022, Beginn: 11.00 Uhr, Treffpunkt: Vor dem Gasthof Greifen, GästeführerInnen: Elke Wedel und Andreas Mendl

Sein Vermächtnis liegt bis heute über der Stadt. Sein rätselhafter Tod beendet eine ereignisreiche Geschichte.

Er war Feldherr, Bauherr, Bürgermeister und Diplomat – weitsichtig wie kein anderer in der Geschichte vor oder nach ihm. Er sicherte mit starken Bündnissen den Frieden und schaffte es, die Unruhen durch Raubritter und andere Neider klein zu halten. Mit dem Kaiser kokettierte er und machte ihn zu seinem Freund. Aber das Größte, was er vollbrachte, war, den Grundstein für den Reichtum und die Unabhängigkeit Rothenburgs zu legen, indem er begann, das Landgebiet auszudehnen. Mit dem Erfolg kamen die Neider – nach dem Hochmut der Fall.

 

Freuen Sie sich auf viele Legenden und eine spannende Führung!

Buntes Kirchenfenster in der Rothenburger St. Jakobskirche, Foto: ©Rothenburg Tourismus Service, W. Pfitzinger

4. „Was so nicht in der Bibel steht: Geschichten und Legenden von heiligen Männern und Frauen“

Sonntag, 19.02.2023, Beginn: 13:30 Uhr, Treffpunkt: In der St.-Jakobs-Kirche, Gästeführer: Dr. Oliver Gußmann

Warum hat der Jünger Andreas ein X-förmiges Kreuz in der Hand? Weshalb stehen so viele Männer um das Bett der Heiligen Maria? Und wieso trägt der Heilige Johannes einen Kelch mit einer scheußlichen Giftschlange spazieren? Fragen über Fragen!

 

Im Mittelalter hat man sich Gedanken über das Leben der Heiligen gemacht und sich so manche Geschichte über sie erzählt. Im Jahr 1263 hat sie der Dominikanerbischof Jacobus de Voragine in einem Märchenbuch gesammelt, das die „Goldene Legende“ hieß. An den Heiligentagen hat man daraus vorgelesen.

 

Gästepfarrer Oliver Gußmann erzählt zu mittelalterlichen Kunstwerken in der St.-Jakob-Kirche bedeutende, aber nicht so bekannte Geschichten unter anderen aus diesem Werk.

Die Rothenburger Franziskanerkirche ist Treffpunkt der Führung, Foto: (c) RTS, W. Pfitzinger

5. „Legenden um Franz von Assisi“

 

Sonntag, 19.02.2023, Beginn: 14.30 Uhr, Treffpunkt: Vor der Franziskaner-Kirche, Gästeführer: Peter Noack

 

1274 – Rothenburg o.d.T. bekommt das Privileg verliehen, „Reichsstadt“ zu sein. Aufbruchstimmung! Innerhalb von 50 Jahren ziehen fünf Orden in die Stadt und bauen ihre Kirchen. Eine davon ist die Franziskanerkirche.

 

 

Der „verspätete Franziskaner-Mönch“ Pietro bringt Geschichten und Legenden über Bruder Francesco, den Ordens-Gründer, aus Assisi mit.

Das Rothenburger Plönlein, Foto: (c) RTS, W. Pfitzinger
Rothenburger Stadtpanorama, Foto: (c) RTS, W. Pfitzinger

6. Die Geschichte eines verschwundenen Kreuzweges

Sonntag, 19.02.2023, Beginn: 15:30 Uhr, Treffpunkt: Vor dem Gasthaus Glocke am Plönlein, Gästeführerinnen: Karin Bierstedt und Antonia Nakamura

Etwa von der Mitte des 15. Jahrhunderts an begannen hauptsächlich die Franziskanermönche, Nachbildungen des Leidensweges Jesu, sogenannte Kreuzwege, anzulegen.

Sie wählten dazu meist Berghänge aus in landschaftlich möglichst schöner Lage, errichteten am Weg 14 Stationen als Andachtsstellen und am Ende des Weges, möglichst an seinem höchsten Punkt, wurde eine Golgathagruppe mit den drei Kreuzen aufgebaut.

Der Rothenburger Kreuzweg ist leider im Laufe der Zeit einfach verfallen, ohne jähen Eingriff der Naturgewalten oder menschlicher Hände.

Wir werden aber versuchen mit Ihnen diese, kaum noch wahrnehmbaren Spuren zu finden.

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