»Hund und Katz – Wolf und Spatz: Tiere in der Rechtsgeschichte«

03.05.2020 – 31.12.2021: Jubiläumssonderausstellung im Mittelalterlichen Kriminalmuseum »Hund und Katz – Wolf und Spatz: Tiere in der Rechtsgeschichte«

Im letzten Jahr feierte das Mittelalterliche Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber sein 100-jähriges Bestehen. Die Laufzeit der Jubiläums-Sonderausstellung zu dem Thema »Tiere in der Rechtsgeschichte« wurde bis zum 31.12.2021 verlängert.

Das Leben in alter Zeit war hart und beschwerlich – Hunger und Not allgegenwärtig. Mit Übeltätern ging man nicht gerade zimperlich um, egal ob Mensch oder Tier. Das Kriminalmuseum entführt seine Gäste mit dieser Jubiläums-Sonderausstellung in eine fremde Zeit der Tierprozesse und Tierstrafen.
Lebensecht und detailverliebt inszenierte Tierpräparate (u.a. Wolf, Bär und Adler) sowie hochkarätige rechtsgeschichtliche Exponate erzählen von Tieren als Angeklagten in gerichtsförmigen weltlichen und geistlichen Gerichtsverfahren. Wertvollste Gesetzestexte und Stiche zeigen, dass Tiere auch im Panoptikum grausamer Todesstrafen vertreten waren, etwa beim Hängen mit Hunden, Vierteilen oder Säcken.
Das Spannungsverhältnis von Tier und Mensch begegnet uns auch jenseits des strafrechtlichen Kontexts. Moderne Multimediastationen lassen die Gefahr lebendig werden, die seinerzeit von Tieren ausging. Andererseits hatten Tiere für die Menschen in Alter Zeit enorme Bedeutung als Nutztiere, wie die ausgestellten Urkunden, Texte und Gegenstände zeigen, etwa ein fast 4.000 Jahre altes Siegel.
Ob Werwolf, Phoenix oder Drache – Tiere beflügeln seit Alters her unsere Phantasie. Deshalb kommen auch phantastische Tiergestalten wie Werwolf, Fabel-, Wappen- und Hexentiere in der Ausstellung nicht zu kurz.
In gewohnter Manier schlägt die Sonderschau in Europas bedeutendstem Rechtkundemuseum auch einen Bogen zu aktuellen Debatten um Tiere und Tierschutz, etwa zum wieder heimisch werdenden Wolf, zu Bienen und zur Tierhaltung.
Die Sonderausstellung wird beraten durch Prof. Dr. Andreas Deutsch (Heidelberger Akademie der Wissenschaften), Prof. em. Dr. Wolfgang Schild (Bielefeld) und Prof. Dr. Peter Dinzelbacher (Salzburg).

Ausstellungsdauer:

3. Mai 2020 bis 31.Dezember 2021

 

Öffnungszeiten:

April bis 4. November täglich 10 Uhr bis 18 Uhr
5. November bis März täglich 13 Uhr bis 16 Uhr

Bitte beachten Sie: Letzter Einlass 45 Minuten vor Schluss.

Kontakt:

Mittelalterliches Kriminalmuseum
Burggasse 3-5, 91541 Rothenburg o.d.T.
09861/5359
info@kriminalmuseum.eu
www.kriminalmuseum.eu

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