Tag des offenen Denkmals in Rothenburg

Tag des offenen Denkmals in Rothenburg ob der Tauber

Sieben Orte gewähren einen Einblick hinter die Kulissen

Zwei Wohnhäuser in der Judengasse
Vortrag: 9.30 Uhr bis 11 Uhr
Vortragsort: Städtischer Musiksaal, Kirchplatz 12
Anmeldung: stadtarchiv@rothenburg.de

Die Themenbereiche decken mit Herrn Knoll als Initiator der Rettung der Häuser in der Judengasse vor 30 Jahren und der Begleitung und Beratung bis heute auch die Entwicklung und Tendenzen in der Denkmalpflege und Denkmalschutz sowie sein persönliches Engagement ab. Herr Edelhäuser geht auf die Vorteile und die Nachhaltigkeit des energetischen Bauens am Denkmal ein. Herr Konopatzki berichtet aus seiner reichhaltigen Erfahrung, mit welchen Herausforderungen alle Beteiligten von der Planung bis zur Fertigstellung eines denkmalgeschützten Gebäudes konfrontiert werden können und wie man diese meistern kann.

3 Vorträge nehmen die Besucher mit auf die Veränderungen und Renovierungen in der Judengasse in den letzten 30 Jahren.
Moderation: Karin Bierstedt – wie stattet man ein Denkmal aus?

09:30 Uhr Herr Edelhäuser: Was heißt energetisches Bauen am Denkmal?
10:00 Uhr Herr Knoll: Wie hat sich die Judengasse in den letzten 30 Jahren verändert
10:30 Uhr Herr Konopatzki: Welche Herausforderungen stellen sich bei der Planung und Durchführung der Sanierung eines Denkmals.

Anschließend besteht die Möglichkeit, sich mit den Referenten auf Spurensuche in die Judengasse zu begeben.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Vereins Alt-Rothenburg und von Kulturerbe Bayern e.V.

Architektur und historische Bedeutung des Kaisersaals
Ort:
Zugang über Altes Rathausportal im Lichthof des Rathauses (Zugang von der Herrngasse oder vom Grünen Markt)
Zeiten: Beginn erste Führung um 11 Uhr, Beginn letzte Führung um 14 Uhr (Führungslauf stündlich)
Anmeldung: museum@rothenburg.de
Weitere Angaben zur Anmeldung: Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 16 Personen begrenzt. Wegen der ggfs. Kühle im Kaisersaal empfiehlt sich eine Jacke. FFP2-Maske wird empfohlen.

Das Rathaus von Rothenburg ob der Tauber prägt den Marktplatz: So eindrucksvoll und so markant es mit seiner Renaissance-Fassade unübersehbar dessen Westseite einnimmt, so geheimnisvoll stellt es sich im Detail dar. Im Zentrum stand der Ort stets auch machtpolitisch. Allen voran der Kaisersaal, der eigentlich gar nicht immer als solcher bezeichnet wurde. Der Ratssaal wurde zur Ratswahl, für Sondersitzungen in Krisenfällen, zu Gerichtstagen und zur Vereidigung neuer Bürger der Stadt genutzt. Der sogenannte „Kaisersaal“ im Rothenburger Rathaus vereint viele, für eine mittelalterliche (und ab 1274 Reichs-) Stadt bedeutsame Funktionen.
Es führt Oberbürgermeister Dr. Markus Naser persönlich.

Im „Untergrund“ des Büttelhauses
Ort: Büttelhaus (Stadtarchiv), Milchmarkt 2,
Treffpunkt: Treppe zum Stadtarchiv
Zeiten: Beginn erste Führung um 11 Uhr, Beginn letzte Führung um 14 Uhr (stündliche Führungen durch Stadtarchivar Dr. Florian Huggenberger)
Anmeldung: stadtarchiv@rothenburg.de

Stadtarchivar Dr. Florian Huggenberger führt exklusiv in die einstigen Verliese des Büttelhauses (15. Jh.). Neben der besonderen Architektur des Büttelhauses geht Dr. Huggenberger insbesondere auf Aspekte der frühneuzeitlichen Stadtgeschichte von Rothenburg ob der Tauber ein. Sozial- und kulturgeschichtliche Aspekte werden dabei nicht außer acht gelassen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aufgrund der räumlichen Enge im „Untergrund“ je stündlicher Führung nur sechs Personen teilnehmen können. Das Tragen einer FFP2-Maske wird empfohlen sowie festes Schuhwerk.

Führung: Wie baut sich eine mittelalterliche Stadt auf?
Treffpunkt: Marktplatzbrunnen am Fleischhaus
Führungsbeginn: 11 Uhr (Dauer: ca. 1 h)
Keine Anmeldung notwendig, kostenfrei!

Wie entstand eine mittelalterliche Siedlung? Welche Rolle spielte die Burg? Kenntnisreich zeichnet Stadtheimpfleger Hans-Gustav Weltzer die verschiedenen Phasen der Stadterweiterung nach und geht insbesondere auf die ablesbaren Spuren sozialer Schichtung ein. Welche Viertel lassen sich wie identifizieren? Und wie sahen die Siedlungs- und Lebensräume sozialer Minderheiten bzw. Randgruppen aus? Spannende Fragen, denen der Spaziergang durch die Stadtgeschichte nachgehen wird.

Der Kunst der Uhren auf der Spur
Ort: Ratstrinkstube, Marktplatz 2
Treffpunkt: jeweils zur vollen Stunde im Durchgang zur Tourist Information
Zeiten: Beginn erste Führung um 11 Uhr, Beginn letzte Führung um 15 Uhr (stündliche Führung)
Anmeldung: museum@rothenburg.de

Das Dachgeschoss der Ratstrinkstube am Marktplatz von Rothenburg ob der Tauber birgt zwei bedeutsame Uhrwerke: Zum einen eine mechanische Schlagwerkuhr des berühmten Nürnberger Stadtuhrmachers Johann Carl Landeck (1636-1712) sowie die Kunstuhr des „Meistertrunks“ von 1910 des Hof-Uhrmachers Gustav Speckhart (1852-1919) und des Rothenburger Großuhrmachers Friedrich Holzöder. Der Mechanismus der Kunstuhr wurde an die Landeck-Uhr angeschlossen: Die Verzahnung beider Uhrwerke wird erklärt.

Wegen der räumlichen Enge im Kunstuhren-Zimmer im Dachgeschoss der Ratstrinkstube können leider nur max. 8 Personen je Führung zugelassen werden. Mund- und Nasenbedeckung gewünscht.

Geschichte des Dominikanerinnenklosters
Ort: RothenburgMuseum, Klosterhof 5
Zeiten: Erste Führung um 11 Uhr, Zweite Führung um 13 Uhr
Kosten: 5,- € (Museumseintritt)
Anmeldung: museum@rothenburg.de

Jeweils um 11 Uhr und um 13 Uhr führt Dr. Hellmuth Möhring, ehem. Leiter des RothenburgMuseums und Mitglied des Freundeskreises RothenburgMuseum e.V., interessierte Besucher durch die wechselvolle Baugeschichte des einstigen Dominikanerinnenklosters. Das Kloster unterlag zahlreichen baulichen Erweiterungen und Veränderungen, am Gravierendsten war der Abriss der Klosterkirche 1812/13 (heute Klostergarten). Die Hintergründe und die verschiedenen Nutzungen werden anschaulich geschildert.

Die Teilnehmerzahl für die Exklusivführungen durch Dr. Möhring ist jeweils auf max. 25 Personen begrenzt. Die Anmeldung sollte bitte spätestens bis zum 8. September 2022 erfolgen.

Kulturspuren an der Franziskanerkirche
Ort: Franziskanerkirche, Herrngasse 18
Zeiten: 14 Uhr Führung von Dr. Oliver Gußmann, 14.30 Uhr Führung von Bernd Hußenöder
Anmeldung: pfarramt.stjakob.rothenburg@elkb.de

Die Franziskanerkirche ist eine der ältesten Kirchen Rothenburgs. Derzeit wird sie saniert. Dr. Oliver Gußmann, Gästepfarrer in Rothenburg ob der Tauber, zeigt die wichtigsten Merkmale und Spuren der Entwicklung dieses Kirchenraumes auf und klärt auf, was es dabei historisch mit Otto und Günter auf sich hat.

In der zweiten Führung stehen die Besonderheiten der Konstruktion des Giebels der Franziskanerkirche im Mittelpunkt. In den vergangenen Monaten wurde die Franziskanerkirche mit Hilfe modernster Technik instandgesetzt. Bernd Hußenöder, Bauingenieur und Tragwerksplaner war maßgeblich an diesem Projekt beteiligt. Die derzeit in einer aufwändigen Sanierungsmaßnahme befindliche Franziskanerkirche wird den Gästen nicht allein in ihrer Bedeutung für den städtischen Raum und die Stadtgemeinde vorgestellt, auch die Besonderheiten der komplexen Sanierungsaufgabe werden anschaulich geschildert. Eine Veranstaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Jakob.

Die jeweiligen Führungen bzw. der Vorträge sind auf maximal 20 Personen begrenzt, um Anmeldung wird daher gebeten.

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