Rothenburg als Landschaftgarten

Pittoresk: Rothenburg als Landschaftsgarten

Die Themenjahre von 2019 bis 2021

W0? Neben dem Burggarten und dem Garten An der Eich geht es im Themenjahr „Rothenburg als Landschaftsgarten“ auch in die Privatgärten in Rothenburgs Altstadt. Sonderausstellungen im Mittelalterlichen Kriminalmuseum und im Reichsstadtmuseum runden das kulturelle Themenjahr ab.

Was? Die naturräumliche Topographie und Morphologie von Rothenburg erfüllten Ende des 19. Jahrhunderts alle Kriterien des Pittoresken. Die Stadt wurde derart von englischen Künstlern (Architekten und Malern) rezipiert und schlägt über das Pittoreske eine Brücke in die Moderne. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Rothenburg ob der Tauber als ein in der Zeit stehen gebliebenes mittelalterliches Kleinod wiederentdeckt. „Rothenburg ob der Tauber – Britische Sichtweisen“ zeigt die Werke britischer Maler wie Elias Bancroft. Im Reichsstadtmuseum geht es in „Selbstbild – Fremdbild – Wiederaneignung“ um den Wahrnehmungswandel in der Stadt Rothenburg.

Kurzer Fakt: Die architektonische Gesamtwirkung und die Einbettung in die Landschaft hoch über der Tauber inspirierten um 1900 namhafte Architekten der englischen und deutschen Gartenstadtbewegung. Raymond Unwinds Planungen für Hampstead Garden Suburb bei London und Richard Riemerschmids „Grüner Zipfel“ in Hellerau bei Dresden sind erkennbar von Rothenburg ob der Tauber beeinflusst.

Auf jeden Fall besuchen: Die Evangelische Tagungsstätte Wildbad im Taubertal taucht als architektonisches Musterbeispiel des Pittoresken im Programm auf: Bei einer Führung durch den denkmalgeschützten Park wird die neue Wahrnehmung von Natur und Architektur im Pittoresken erklärt.