»Inside Out Rothenburg ob der Tauber« im RothenburgMuseum

(c) Angelina Strauff, Aachen

„Inside Out Rothenburg ob der Tauber“ studentischer Wettbewerb des Lehrstuhls für Städtebau und Entwerfen der RWTH Aachen präsentiert vom 7. Oktober 2022 bis 5. Februar 2023 ungewöhnliche Ansichten einer altehrwürdigen Stadt im RothenburgMuseum

 

Die Entwürfe der Masterstudierenden der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in  Aachen decken eine große Bandbreite verschiedener Ansätze zum Umgang mit der städtebaulichen  Eingangssituation am nordöstlichen Stadteingang, dem Stadtraum vor dem Würzburger Tor, ab. Von  der Reaktivierung und Neudefinition des Stadtgrabens, über experimentelle Eingriffe in die  Stadtmauer bis hin zu grenzüberschreitenden „Kultur-Gärten“ stellen die studentischen  Konzeptionen architektonische Gegenentwürfe zu dem „Rothenburger Weg“ der Altstadt dar. Die Entwürfe zielen bewusst darauf ab, neue Perspektiven für die Weiterentwicklung Rothenburgs  aufzuzeigen und stellen dar, inwiefern neue Impulse gesetzt werden könnten. Vor allem sollen sie  sich zum Innen und Außen, zum vor und hinter der Stadtmauer, zu „Inside/Out“ klar positionieren  und dabei Themen wie Tourismus, Bildungsmöglichkeiten, Mobilität und vor allem die lokale  Identität und Partizipation der Einheimischen am Stadtgeschehen abseits des Tourismus mitdenken.

Das RothenburgMuseum, das in seinem Ursprung auf ein Dominikanerinnenkloster aus der Mitte des 13. Jahrhunderts zurückgeht, wird mit dieser Ausstellung zu einem Diskursort und folgt damit  einem hochaktuellen Ansatz der gegenwärtigen Standortbestimmung von Museen. Mit dieser Ausstellung des für Städtebau und Stadtplanung bundesweit ausgewiesenen Lehrstuhls von Prof. Ing. Christa Reicher setzt das RothenburgMuseum mutig auf Diskussion, Partizipation und  Gegenwartsbezug. Mit der von Laura Vonhoegen, M.Sc. und Caner Telli, M.Sc., wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl Prof. Ing. Reicher, kuratierten Ausstellung will das RothenburgMuseum bewusst provozieren und zur Auseinandersetzung mit der Stadtentwicklung und der  Stadtgeschichte Rothenburgs einladen. Das kann bei dem einen oder anderen Entwurf durchaus radikale Ansätze annehmen, zwingt aber stets dazu, Position beziehen zu müssen.

Damit folgt die Ausstellung und das Museum dem Grundgedanken der „audience first“ statt der  „collection first“, und entspricht einem Museumsverständnis, das unterschiedliche Perspektiven aufzeigen und einen diskursiven Raum für gesellschaftliche Auseinandersetzungen bieten will. Auf diese Weise entsteht ein Ort urbaner Resonanz und städtischer Vielfalt. Mehr noch, es wird explizit zu einem Verhandlungs- und Ideenraum, der anregen und nicht von etwas überzeugen oder etwas durchsetzen will. Im Idealfall wird das Museum so zu einem Ort, der für viele Bürger von Relevanz ist – ein Ort, an dem relevante Themen verhandelt und unterschiedliche Positionen zur Sprache gebracht werden.

Das ist es letztendlich auch, was der Stadt im Rahmen des Förderprogramms „Starke Zentren“ des Bayerischen Wirtschaftsministeriums ins Aufgabenbuch geschrieben wurde: das Stadtmuseum als zentralen Bestandteil des Stadtentwicklungsprozesses zu etablieren und zu einem attraktiven Ort, zu einem Labor bürgerlichen Engagements werden zu lassen. Die Ausstellung „Inside/Out Rothenburg ob der Tauber“ markiert dazu einen Anfang.

Die Ausstellung wird vom 7. Oktober 2022 bis 5. Februar 2023 im Sommerrefektorium des RothenburgMuseums zu sehen sein. Sie löst damit „Rothenburg in London“ ab – eine Ausstellung,  die am Beginn einer eingehenderen Beschäftigung des RothenburgMuseums mit Themen des  Städtebaus und der Rezeption des Stadtbilds stand. „Der Rothenburger Weg“ wird dann ab Herbst 2023 eine neue Dauerausstellung sein, die den einmaligen Charakter des Rothenburger Stadtbildes und den teilweisen Wiederaufbau der Stadt nach 1945 explizit würdigen wird.

Führungen durch die Ausstellung:

Samstag, 4. Februar 2023, 15 Uhr: Mit Wettbewerbsgewinner Carlos Schrewe / RWTH Aachen

Ausstellungsdauer

07. Oktober 2022 bis 05. Februar 2023

Öffnungszeiten des RothenburgMuseums:

April bis Oktober: täglich 9:30 – 17:30 Uhr und
November bis März: täglich 13 – 16 Uhr

Eintrittspreise RothenburgMuseum

Erwachsene 5 €;
Gruppen ab 10 Personen (p. P.) 4 €

Kontakt
RothenburgMuseum
Klosterhof 5 | 91541 Rothenburg o. d. T.
Tel. +49 9861 939043 | Fax +49 9861 935206
museum@rothenburg.de

Alle Informationen rund um Ihren geplanten Besuch im RothenburgMuseum erhalten Sie auf der Museums-Website unter: https://www.rothenburgmuseum.de

[Anzeigen]