Gastronomie in Rothenburg ob der Tauber

Hier kehren Sie ein in Rothenburg ob der Tauber

Restaurants, Gasthöfe, Cafés, Bars und Weinstuben in Rothenburg ob der Tauber - wir stellen Ihnen hier die Gastgeber in der Stadt vor

Essen, einen Kaffee trinken, ein Eis oder leckere Cocktails genießen. Das geht in Rothenburg ob der Tauber wunderbar. Wir stellen unter dem Motto „Hier kehren Sie ein“ Gastronomen aus Rothenburg ob der Tauber und ihre Angebot vor. Neben den kulinarischen Klassikern zeigt sich die Vielfalt der Stadt auch auf den Speisekarten. Neben herrlichen Biergärten und Außenbereichen besticht Rothenburg mit dem fantastischen Ambiente in urigen Stuben.

Im folgenden Stellen wir Ihnen nach und nach die Gastgeber aus Rothenburg ob der Tauber vor.

Zu den Betrieben von Genießen ob der Tauber geht es zudem direkt.

Die Portrait-Fotos stammen von James Derheim!

Down by the river –
Angelika Mann und der Biergarten Unter den Linden

Unkonventionell und alternativ startete Helmut Dürr einst in den 1970ern den Biergarten Unter den Linden an der Bronnenmühle von Rothenburg ob der Tauber. Angelika Mann führt den Betrieb ihres leider verstorbenen Mannes in diesem Sinne fort, bleibt offen für Neues und die Kultur. Und so heißt es im Sommer für viele Rothenburger: „Auf zum Helmers“!

Hier liegt Rothenburg nicht ob der Tauber sondern an der Tauber – wir wandern, spazieren oder fahren zum „Helmers“ an die Bronnenmühle. Die ist an sich schon eine Rarität, diente sie doch einst als Pumpwerk für das Wasser gen Klingentor, der dann die Brunnen der Stadt speiste. Heute speisen an der Bronnenmühle Sommerfrischler und Ausflügler im Biergarten „Untern den Linden“, den in Rothenburg ob der Tauber alle nur „Helmers“ nennen. „Schuld“ ist daran der Initiator Helmut „Helmers“ Dürr, der in den 1970ern den etwas anderen Ort in Rothenburg ob der Tauber schaffte. Als Wiesenwirtschaft etablierte er an der Tauber zudem einen Kulturort für Abseitiges.

Mittlerweile lebt Angelika Mann mit ihrem Team das Erbe Mannes Helmuth weiter – während der Saison ist sie täglich präsent, der Helmer’s ohne Angelika Mann? Eigentlich nicht denkbar. Mit Inge Seiferlein teilt sie sich zudem das Administrative, den Einkauf und alles weitere hinter den Kulissen. „Wir sind immer noch der etwas andere Ort in Rothenburg ob der Tauber – es soll bei uns ungezwungen und locker zugehen“, beschreibt sie ihr Verständnis des „Helmers“. „Nur bei den Kulturveranstaltungen bin ich nicht mehr so aktiv wie der Helmut einst.“ Suchte der einst in der Region Musiker, Kabarettisten und Veranstalter von Kinderprogrammen für den Betrieb, so lässt Angelika Mann das ruhen. „Wenn mich jemand fragt, kann er gern hier im Biergarten spielen, wenn es passt. Aber aktiv Konzerte veranstalte ich nicht.“ Allerdings ist sie offen für Kulturveranstalter wie den Machern vom Klangtal Festival, die „Unter den Linden“ für ein gesamtes Wochenende als Veranstaltungsort für ein Elektronikfestival nutzen. Das Taubertal-Festival bringt normalerweise im August für ein Wochenenden Rockklänge in die unmittelbare Nachbarschaft – hier ist der Helmers zwar örtlich mittendrin, aber nicht offiziell dabei.

Sonst geht es an der Tauber beschaulicher zu. Eröffnet wird die Saison im April, Mitte Oktober werden die Stühle im Biergarten dann wieder eingeklappt. Familien freuen sich über den weiten Auslauf für den Nachwuchs, den hoch frequentieren Sandkasten oder die knöcheltiefe Tauber in Sichtweite als Abenteuerplanscherei – der Kenner weiß: Wechselklamotten für die Kleinen sind angebracht. Sonst trifft sich hier so ziemlich jeder: Vom durstigen Radler bis zum Rothenburger Stammgast, der auf einen Kaffee oder in der Mittagspause zum Essen vorbeikommt ist hier alles vertreten: „Mittlerweile sind wir weit von dem Status eines Ort für ein rein alternative Milieu schon lang herausgewachsen, obwohl wir uns treu geblieben sind. Vom Porsche-Fahrer bis zum Wanderer – hier ist jeder gleich“, kennt Angelika Mann das Geheimnis der entspannten Wohlfühlatmosphäre. Dies manifestiert sich in der guten alten Tradition der Selbstabholung der Speisen und Getränke an der Theke, ausgerufen wird bei den Gerichten der Vorname des Bestellers. Neben den Klassikern wie Bernie’s Pizza und den Sandwiches gibt es täglich wechselnde Abendgerichte – auch Veganer und Vegetarier finden „Unter den Linden“ ihr Glück.

Hier geht es zum Biergarten Unter den Linden

Mittendrin versteckt – Miriam und Markus Brenner vom Restaurant Alter Keller

Miriam und Markus Brenner erfreuen sich im Restaurant Alter Keller zwar nicht einer Premiumlage in der Altstadt von Rothenburg ob der Tauber. Dafür aber einen treuen Stammkundschaft und einer hohen Wiederempfehlungsrate.

„Eigentlich hat uns jeder davon abgeraten, dass wir den Alten Keller übernehmen“, lacht Chef und Koch Markus Brenner zehn Jahre nach dem Start. Mit seiner Partnerin Miriam und dem kleinen Team macht er den Alten Keller seit 2011 zum Wohlfühlort. 25 Jahre lang wurde das urige Gebäude an der alten Stadtmauer von Rothenburg ob der Tauber zuvor als Café betrieben. Miriam und Markus Brenner machten daraus eine bayerische Wirtsstube mit dem besonderen etwas. Das besondere etwas sind die Räumlichkeiten, der kleine Gastraum mit den niedrigen Decken fordert die Geselligkeit fast schon heraus. So unterhalten sich nach 10 Minuten die Stammgäste mit den Gästen aus Übersee, man kommt ins Gespräch im Alten Keller. Für die gute Stimmung sorgen auch Miriam und Markus Brenner – ohne die beiden ist der Alte Keller nicht vorstellbar und sie sind stets präsent.

Eine weitere Besonderheit, die das vermeintliche Himmelfahrtskommando zum durchschlagenden Erfolg machten. „Wir haben uns angeschaut, was in der Rothenburger Gastronomie fehlt, welche Nische es gibt, die zum Ambiente passt“, beschreibt Markus Brenner den Ansatz. „Und wir haben erkannt, dass ein richtig gutes Steak in Rothenburg ob der Tauber nur selten auf der Karte steht. Ausgehend von dieser Beobachtung haben wir den Alten Keller vom Café zum klassischen Restaurant mit deutscher Küche gemacht – ein gutes Grill-Steak bekommt ihr bei uns aber immer.“

Im oberen Stockwerk des historischen Gebäudes finden sich Gästezimmer. im Sommer schafft die Außenbestuhlung neben dem Brunnen und die enge Bebauung eine fast intime Atmosphäre. Nahe des Röderbogens gelegen, findet sich der Alter Keller in der gleichnamigen Gasse etwas abseits der Hauptwege in der Altstadt. Historisch belegt: das Gebäude diente einst als Brauerei.

Dieses historische Ambiente und die Liebe zur Braukunst greift man als Gast im Alter Keller gern auf. Unterlegt wird das bayerisch-fränkisch Bierstubenflair auch durch die Trachten, die im Service getragen werden. So bietet es sich auch an, dass Miriam und Markus Brenner im September das Oktoberfest als Motto aufgreifen – die Brat-Hendl kommen vom lokalen Produzenten. Auch bei den Steaks geht alle über regionale Anbieter. „Die Qualität des Fleisches macht bei einem Steak ja schon viel aus.“ Insbesondere in der Nische muss die Küche mit Qualität glänzen.

Hier geht es zum Restaurant Alter Keller.

Naturnah-weltoffen – Familie Meinold im Akzent Hotel Schranne

Am Schrannenplatz in Rothenburg ob der Tauber sitzen die Gäste im Akzent Hotel Schranne im Sommer extralang in der Biergarten-Sonne und genießen bodenständige regionale Küche. Die Familie Meinold stellt den Hotel- und Gastronomiebetrieb seit Jahren stabil auf mehrere Säulen.

Klären wir zunächst einmal einen für norddeutsche Besucher fremden Begriff, nämlich den der Schranne: so wird im süddeutschen Raum der Korn- und Getreidemarkt und die dazugehörige Scheune genannt. In den westbayerischen einstigen Reichsstädten gibt es sie in jeder Altstadt, diese einstigen Marktplätze.

In Rothenburg ob der Tauber wird dieser heutzutage als Parkplatz genutzt und von der Schrannenscheune sowie dem Akzent Hotel Schranne der Familie Meinold geprägt. Gleich daneben im Schrannenhof befand sich bis in die 1980er der Viehmarkt. Landwirte aus der Region kamen hierher, um ihre Tiere anzubieten. „Die Bauern der Umgebung haben sich dann natürlich in unserer Gastwirtschaft zur Einkehr getroffen. Ein paar von damals kommen noch heute zum Stammtisch in unsere Gaststätte“, beschreibt Inhaber Markus Meinold die gewachsene Nähe des Familienbetriebs zu den regionalen Anbietern. Die spiegelt sich noch heute in der gutbürgerlich-fränkisch aufgestellten Speisekarte der Schranne wider: die Bratwürste stellt das Team in der hauseigenen Metzgerei her. In der Karpfensaison kommt der Fisch aus den Teichen der Familie Hiermann aus Rothenburg, der Spargel wird in Buhlsbach bei Lehrberg im Romantischen Franken geerntet. Und wenn in der Pilzsaison Steinpilze auf der Wochenkarte zu finden sind, dann kommen diese von einem befreundeten Sammler aus Hohenlohe. Bruder Andreas Michl hat die Küche fest im Griff. So steht das Akzent Hotel Schranne prototypisch für einen Betrieb der Regionalinitiative „Genießen ob der Tauber“.

Und genießen kann man in der Schranne im Sommer herrlich an der Sonne. Im Biergarten vor dem Betrieb lauschen Hotelgäste und Tagesbesucher bei der Einkehr dann den Gesprächen der Rothenburger Stammtische der Schranne. Die Schranne ist ein fester Anlaufpunkt für Einheimische, welche die Küche schätzen und wissen: nirgendwo scheint die Sonne länger auf die Sitzplätze, als an der Ostseite des Schrannenplatzes. Wem das im Hochsommer zu viel wird: Im Innenhof der Schranne gibt es Schattenplätze im Freien, zudem laden eine Gaststube und ein Speisesaal im Inneren zur Einkehr ein. Neben den kulinarischen Spezialitäten lohnt sich der Blick auf die Weinkarte: Neben den Weinen aus dem Lieblichen Taubertal und dem fränkischen Maingebiet wartet dort mit dem Bacchus ein exklusiver Hausschoppen vom Winzer Hofmann aus Röttingen auf die Gäste.

Diese kommen in einem coronafreien Jahr aus aller Welt: das Akzent Hotel Schranne ist im Gruppengeschäft aktiv, Gäste aus Japan begrüßt Hannelore Meinold, Mutter von Markus, auch schon einmal in deren Landessprache: „Ich dachte mir einfach, es gehört sich dies zu erlernen, wenn wir so viele Gäste aus diesem Land haben.“ Eine enge Bindung zu den Gästen und die Verständigung mit Menschen aus aller Welt lebt die Familie Meinold darüber hinaus beim Engagement rund um die Touren der Ambassadors of Music vor: 15 bis 20 Gruppen von Highschool-Schülern aus den USA kommen dabei seit 40 Jahren Sommer für Sommer nach Rothenburg und schlafen auch in der Schranne. Mit den amerikanischen Organisatoren ist man schon lange freundschaftlich verbunden. „Die Touren mussten ja leider 2020 wegen Corona ausfallen, da fehlt einem menschlich schon etwas“, beschreibt Markus Meinold, dass ein Austausch per Telefonat und Zoom über den großen Teich die Begegnung vor Ort nicht ersetzen kann.

Das gilt natürlich allgemein für das Übernachtungsgeschäft im Jahr 2020, das unter der Pandemie litt. Ein Glück, dass die Familie Meinold nicht einseitig auf die Gästegruppen setzte, sondern in vielfacher Weise die Regionalität lebt und die Hinwendung zum Einzelgast über Jahre aufgebaut hat. „Ein wichtiger Baustein für die Ansprache des Einzelgastes ist unsere enge Verzahnung mit den Ferienregionen Liebliches Taubertal und Romantisches Franken hinsichtlich der Freizeitangebote in und um Rothenburg ob der Tauber. Wir sind Bed+Bike zertifiziert, Radfahrer sind eine wichtige Zielgruppe in einer Region wie Rothenburg mit vielen ausgezeichneten Radwegen“, beschreibt Markus Meinold eine wichtige Zielgruppe. Die Hinwendung zur Natur äußert sich auch im Engagement im Verkehrsverein Rothenburg, der bei der Erstellung der Wanderwege und einer Wanderkarte für Rothenburg eine federführende Rolle spielt. Bei den Wanderwochen im Frühling und Herbst sponsort die Familie Meinold mit anderen lokalen Betrieben die Verköstigung bei der Eröffnungswanderung. All dies sind kleine Bausteine, die das Akzent Hotel Schranne herausheben und für den Einzelgast attraktiv machen. Auch Motorradfahrer – Markus Meinold ist selbst privat mit einem Motorrad unterwegs – sind im Akzent Hotel Schranne höchst willkommen. Und dürfen dann in sonnigen Abendstunden den Gesprächen der Stammtische lauschen.

Hier geht es direkt zum Akzent Hotel Schranne

Hier steckt mehr drin als Bayern - der Bayerische Hof in Rothenburg ob der Tauber

Neu in Rothenburg ob der Tauber: das Team vom Bayerischen Hof in der Ansbacher Straße meistert den Spagat zwischen Tradition und Moderne vor den Toren der Altstadt und denkt die bayerische Küche international

Mit 125 Jahren noch einmal neu anfangen, das kann ganz schön anstrengend sein. Der Bayerische Hof kommt in seinem Jubiläumsjahr mit einem neuen Anstrich und neuen Besitzern aus dem Lockdown. Armin – Unternehmer aus München – bringt ein junges, engagiertes Team mit. Viele Elemente aus der Zeit der Familie Schellhaas will man bewahren, doch manches wird sich ändern im Hotel und Restaurant vor dem Rödertor von Rothenburg ob der Tauber. Das beginnt mit dem Übernachtungsbereich, wo im zweiten Stock aus dem bisherigen Wohnräumen neue Apartments und Zimmer werden, die auch für Familien geeignet sind. Gastronomisch bricht das Team mit den Klischees, Chefkoch Markus bringt die Erfahrung als Sous Chef im Café Reitschule in München mit ein und denkt regionale Zutaten international. „Wir wollen abseits der Klassiker auch die Rothenburger ansprechen und Ihnen etwas Neues bieten, einen Anreiz bei uns zu essen, wenn sie das Besondere suchen“, erklärt Markus den Ansatz.

Das gesamte Team ist neu in Rothenburg ob der Tauber, gefunden hat Armin den Bayerischen Hof beim gemeinsamen Rothenburg-Besuch mit Partnerin Carolin. Sie unterstützt ihn ebenso beim Aufbau der Strukturen wie Irena und Nancy– man ist befreundet und versteht sich auch privat gut. Das strahlt auf die Atmosphäre aus, die Ziele hat man klar im Blick. Genug Erfahrungen hat das junge Team gesammelt: Für Armin und Carolin ist der Bayerische Hof nicht das erste Unternehmen, aber das erste Projekt in diesem Bereich, Nancy bringt im Event-Management Expertise aus dem Streetfood-Bereich aus London mit. Irena liefert den Input über die Sozialen Medien und Caro kümmerst sich um das Marketing. Aus der Baustelle wurde so in Rekordzeit ein funktionierender Betrieb, die Außengastronomie mit Terrasse startete bereits ebenso wie die ToGo-Angebote. Hausgemachte Tagliatelle mit fränkischer Salsiccia oder Pulled Pork Schäufele im Kartoffelbrötchen finden sich da auf der Karte. Chefkoch Markus hat die Zeit genutzt und sich bei lokalen Bäckereien, Metzgereien und Direktvermarktern umgesehen. „Regionale Zutaten sollen bei uns in eine Küche einfließen, die immer wieder neu überrascht.“ Der Innenbereich im Gasthof wurde komplett neu gestaltet. Der Interieur- und Lichtdesigner Tom Belz (Heimwerk Restaurant und Jams Hotel München) hat zusammen mit Armin versucht die urige Stubenatmosphäre zu erhalten. Dabei haben Sie es trotzdem geschafft Moderne und Tradition zu kombinieren und farbige Highlights zu setzen. Auch die Echtholz Eiche Tischplatten und die Bestuhlung unterstreichen dies. Vor dem Bayerischen Hof lädt der sonnige Biergarten im Außenbereich zum Verweilen ein.

Den ersten Sommer nutzen die neuen Macher vom Bayerischen Hof sicherlich auch zur Orientierung: was ist möglich in Rothenburg ob der Tauber? „Zu unseren Plänen gehören viele Aspekte, die Rothenburg und das Umland mitnehmen. Wir wollen uns mit dem Angebot in der Küche des Bayerischen Hofs zuvorderst auch an die lokale Bevölkerung wenden. Wir wollen aber auch für unsere Hausgäste Angebote stricken, die das Umland erlebbar machen. Themen wie Wandern und Radfahren und Angebote in diesem Bereich werden bei uns eine Rolle spielen“, erklären Carolin und Armin unisono. Rothenburg ob der Tauber – für das Team vom Bayerischen Hof keine Durchgangsstation: bezogen auf die Gäste und bezogen auf das eigene Engagement.

Hier geht es direkt zum Bayerischen Hof

Weitere Portraits folgen bald...

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