Kulturtipps

Vom Schauspiel unter freiem Himmel bis zum Konzert im Neuen Jahr

Kulturgenuss, Begegnung und sich Wohlfühlen

Mit dem Toppler Theater, der Reichsstadthalle, dem Burgtortheater, der Halle von Kunst Kultur Korn, der Stöberleinsbühne, der Mehrzweckhalle, dem Kino Forum sowie den Kirchen, Museen und dem Café Lebenslust hat Rothenburg ob der Tauber ein reichhaltiges Angebot an einzigartigen Veranstaltungsplätzen. Hier finden Sie die kulturellen Höhepunkte.

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Freitag, 25.01.2019, 20 Uhr • Städtischer Musiksaal bei freiem Eintritt

Dr. Hellmuth Möhring · Vom Reichsstadtmuseum zum RothenburgMuseum – das städtische Museum im Fokus der gesellschaftlichen Veränderungen

 

Die Situation in Rothenburg ist – was die Museumslandschaft betrifft – durchaus dramatisch. Seit Jahren sinken die Besucherzahlen – nicht nur die des Reichsstadtmuseums. Den generellen Trend wird man als Einzelinstitution sicher nicht umkehren können, aber eine Gesamtstrategie bezüglich Marketing und Präsentation kann zumindest für den Besucher ein Erlebnis schaffen, das mehr Reichweite bewirkt. Hier setzt der Gedanke der Umgestaltung des Museums ein: Dem Besucher soll nicht mehr nur das Original mit simpler Beschriftung, sondern ein »Erlebnis« geboten werden, sei es mit weiterer Hintergrundinformation, sei es in Form einer Inszenierung. Ein stadtgeschichtliches Museum vor allem die großen Grundzüge der Historie Rothenburgs eingängig präsentieren und niedrigschwellig vermarkten. Der Name »Reichsstadtmuseum« ist besonders im Hinblick auf fremdsprachige Besucher eher sperrig, deswegen soll der Name »RothenburgMuseum « Inhalt und Aussage in Übereinstimmung bringen. Wie das neue Konzept des Museums aussehen soll, stellt der Museumsleiter in einem Kurzvortrag vor.

 

Hellmuth Möhring, geb. 1956, ist seit 1994 Leiter des Reichsstadtmuseums. Er ist Vorstandsmitglied des Vereins Alt-Rothenburg und des Arbeitskreises Museen und Schlösser in Hohenlohe-Franken. Er hat zahlreiche Publikationen zu Themen der Rothenburger Stadtgeschichte veröffentlicht, zuletzt zwei Beiträge in »Rothenburg ob der Tauber. Geschichte der Stadt und ihres Umlandes« (2015).

Der Städtische Musiksaal in Rothenburg darf auch in der Spielzeit 2018/2019 als Gastspielort des Landestheaters Dinkelsbühl nicht fehlen.

Beginn 20 Uhr jeweils am

  • Sa, 26.01.2019: Wer hat Angst vorm weißen Mann?
  • Fr, 08.02.2019: Taxi, Taxi – Doppelt leben hält besser (Run for your Wife)
  • Sa, 09.03.2019: Das Abschiedsdinner

 

Karten unter: 09861/935335 (Hr. Pyczak) und an der Abendkasse

Städtischer Musiksaal

Kirchplatz 12

91541 Rothenburg

www.landestheater-dinkelsbuehl.de

Ansbacher Kammerorchester, Musik, Konzert zum neuen Jahr

Karl-Friedrich Beringer und das Ansbacher Kammerorchester eröffnen mit Ouvertüre und Tanz der Furien aus Christoph Willibald Glucks ,,Azione teatrale per musica“ von 1762. Es folgt Wolfgang Amadeus Mozarts 20. Klavierkonzert, entstanden im Februar 1785 in Wien. Das d-Moll-Konzert KV 466 wurde in den vergangenen 230 Jahren zu einem Lieblingswerk vieler Pianisten, allen voran Ludwig van Beethoven, der die ersten Kadenzen dazu komponierte. Als Solist für dieses Werk wurde der litauische Pianist Vadim Chaimovich eingeladen.

Das dritte Werk des Abends ist Peter Tschaikowskys zwischen Dezember 1875 und Mai 1876 komponierter Klavierzyklus „Die Jahreszeiten“, in einer interessanten Fassung für Klavier, Streichorchester und Sprecher von David Geringas und dessen Klavier- und Lebenspartnerin Tatjana Schatz.

Piano: Vadim Chaimovich

Sprecher: Dave Wilcox

Leitung: Karl-Friedrich Beringer

Beginn: 19 Uhr

Tickets unter www.reservix.de

mit Angebot der Aktion „Kultur für Alle“ der Stadt Rothenburg ob der Tauber

 

Reichsstadthalle

Spitalhof 8

914541 Rothenburg

Der Städtische Musiksaal in Rothenburg darf auch in der Spielzeit 2018/2019 als Gastspielort des Landestheaters Dinkelsbühl nicht fehlen.

Beginn 20 Uhr jeweils am

  • Fr, 08.02.2019: Taxi, Taxi – Doppelt leben hält besser (Run for your Wife)
  • Sa, 09.03.2019: Das Abschiedsdinner

 

Karten unter: 09861/935335 (Hr. Pyczak) und an der Abendkasse

Städtischer Musiksaal

Kirchplatz 12

91541 Rothenburg

www.landestheater-dinkelsbuehl.de

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Freitag, 22.02.2019, 20 Uhr • Städtischer Musiksaal bei freiem Eintritt

Dr. Jörg Christöphler · Was ist eigentlich »pittoresk«? – Eine kurze Einführung in Herkunft, Themen und Fragestellungen

 

Umgangssprachlich weckt der Begriff des »Pittoresken« Assoziationen an Beschauliches, ästhetisch Heimeliges und Harmloses. Das war nicht immer so: In der zweiten Hälfte des 18. Jh. trat im ästhetischen Diskurs Englands neben dem »Schönen« und dem »Erhabenen« eine dritte ästhetische Kategorie zutage – die der picturesque beauty. Ab 1782 entwickelte William Gilpin im Rahmen seiner Reisebeschreibungen Kriterien einer bildhaften, an klassischen Landschaftsbildern geschulten, neuen Wahrnehmung von Natur und Architektur. Von Seiten einer neu formulierten Theorie des Landschaftsgartens befruchteten neben Gilpin insbesondere Uvedale Price, Richard Payne Knight und Humphrey Repton die ästhetische Diskussion um das Pittoreske.
Bei allen unterschiedlichen Nuancierungen ist der englischen Diskussion gemeinsam, dass das Pittoreske eine nicht-klassische Ästhetik entwirft, die auf ästhetischen Werten wie Unregelmäßigkeit, Rauheit, Unebenheiten, starken Kontrastwirkungen (Hell-Dunkel), Komplexität, Temporalität (Ruinen) sowie dem Pikanten und Interessanten beruht. Mit den Kategorien des Pikanten und Interessanten berührt sich die Ästhetik des Pittoresken mit der romantischen Theorie, die dann auch Aspekte einer Ästhetik des Hässlichen einbezieht. Gespeist aus zwei Quellen, den »picturesque travels« (Gilpin) und der Ästhetik des englischen Landschaftsgartens (Price, Knight, Repton) greift das Pittoreske um 1800 nicht nur über England hinaus, sondern dringt auch in Romane (Jane Austen, Walter Scott), Historiografie (Leopold von Ranke), Musik (Mendelssohn-Bartholdy) und Architekturtheorie (John Ruskin; im 20. Jh. dann im Konzept der »townscape« fortgeführt durch Nikolaus Pevsner, Gordon Cullen und John Macarthur) ein.

Jörg Christöphler, geb. 1961, war nach geschichtswissenschaftlichem und betriebswirtschaftlichem Studium im Verlagswesen (Köln, München, Genf), in der Sächsischen Staatsweingut GmbH Radebeul und als Gründungsgeschäftsführer bei der Ammergauer Alpen GmbH Oberammergau tätig. Seit 2011 arbeitet er für die Große Kreisstadt Rothenburg ob der Tauber.

Der Städtische Musiksaal in Rothenburg darf auch in der Spielzeit 2018/2019 als Gastspielort des Landestheaters Dinkelsbühl nicht fehlen.

Beginn 20 Uhr am Sa, 09.03.2019: Das Abschiedsdinner

 

Karten unter: 09861/935335 (Hr. Pyczak) und an der Abendkasse

Städtischer Musiksaal

Kirchplatz 12

91541 Rothenburg

www.landestheater-dinkelsbuehl.de

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Freitag, 15.03.2019, 20 Uhr • Städtischer Musiksaal bei freiem Eintritt

Prof. Dr. Konrad Bedal · Ist Rothenburg wirklich so einzigartig, wie wir denken?

 

Rothenburg ist in rund 150 Jahren weltbekannt und losgelöst vom »realen« Rothenburg zum Symbol (»Label«) für eine historisch-romantische Stadt geworden. Inzwischen gibt es viele derartige »Rothenburgs« – so wie »Venedigs« oder »Schweizen«. Andererseits: Es gibt durchaus auch eine negatives Imageproblem für Rothenburg, denn manche sehen darin auch ein Sinnbild für historischen Kitsch, für vorgegaukelte, auf bloßen Kommerz ausgerichtete Vergangenheit.

Was gilt nun? Darauf soll eine abgewogene Antwort gefunden werden. Dazu erfolgt ein kritischer Blick auf das tatsächliche bauliche Erbe Rothenburgs. Ist es nicht weit mehr als ein gut vermarktetes »Touristenspektakel«, sondern ein durchgestaltetes und vielfältiges historisches Stadtensemble von umfassender kulturgeschichtlicher Authentizität und Aussage, zu dem auch das unmittelbar zugehörige, tief eingeschnittene Taubertal mit seinen Mühlen gehört? Was bleibt von den Besonderheiten Rothenburgs, wenn man es mit anderen deutschen und europäischen (Welterbe-)Städten von ähnlicher Art (weitgehend unversehrtes Stadtbild, Ummauerung) vergleicht? Ist das Stadtdenkmal Rothenburg den Rothenburgern eher Lust oder Last? Wie werden sie ihrer Verantwortung zur Erhaltung eines solchen Stadtdenkmals bis in die vielen Details hinein gerecht? Müsste hier nicht auch eine besondere staatliche Förderung angedacht werden, gleichsam ein kleiner „Solidaritätszuschlag“?

Konrad Bedal war von 1977 bis 2010 Leiter des Fränkischen Freilandmuseums in Bad Windsheim, seit 1990 Honorarprofessor mit Lehraufträgen an den Universitäten Würzburg und Bamberg, seit 2013 Stadtheimatpfleger von Rothenburg. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zum ländlichen und städtischen Hausbau, insbesondere des Mittelalters und Frankens, zuletzt »Dorfkirchen in Franken« (2015).

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Freitag, 29.03.2019, 20 Uhr • Städtischer Musiksaal bei freiem Eintritt

Prof. Dr. Michael Jeismann · Wie Welt sich mischt: Die Geschichte interkultureller Paare von Sauskanu bis David Bowie

 

Glück und Unglück liegen nah beieinander, wenn Liebende aus verschiedenen Welten stammen. Ob Leila und Madschnun, Marlon Brando und Tarita Teriipaia, die Fee Peri Banu und der Prinz Achmed oder die kirchenkritische Pussy-Riot-Aktivistin Maria Aljochina und der ultraorthodoxe Dimitri Zorionow – ob Fiktion oder Wirklichkeit: Gemischte Paare sind wie Trigger-Punkte im Körper einer Gesellschaft. Es war nicht immer die Hautfarbe, die bestimmte, wer als fremd galt. Oder die religiöse, soziale oder nationale Zughörigkeit, die Sprache. Was trennte und was verband, wurde zu verschiedenen Zeiten sehr unterschiedlich aufgefasst. Dass aber im Innersten einer Gesellschaft das Fremde – wie immer man es definierte – intim wurde, verstörte und wurde häufig bekämpft. Es ließ sich trotzdem nie ganz verhindern, dass sich solche Paare bildeten – sie sind die Dehnungsfugen im Gefüge einer Gesellschaft. Und ihre Geschichte ist die Geschichte unserer Freiheiten.

Michael Jeismann, geb. 1958, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitarbeiter des Goethe-Instituts München. Er ist Spezialist für deutsch-französische Geschichte, 2004 erhielt er den Jean-Améry-Preis für Europäische Essayistik.
Veröffentlichungen u. a.: »Wie die Welt sich mischt. Interkulturelle Paare von Sauskanu bis David Bowie«, München 2019. »Auf Wiedersehen Gestern. Die deutsche Vergangenheit und die Politik von morgen«, Stuttgart 2001 (Jean-Améry-Preis für Europäische Essayistik 2004). »Das Vaterland der Feinde. Studien zum nationalen Feindbild und Selbstverständnis in Deutschland und Frankreich 1792 – 1918«, Stuttgart 1992.

(c)MittelalterlichesKriminalmuseum, Bancroft, MKM, pittoresk

Was verbindet die Künste der Malerei und der Gartengestaltung? Wieso wurde mit dem Pittoresken im 18. Jh. eine neue ästhetische Sichtweise begründet? Ist das Pittoreske mit dem Malerischen gleichzusetzen? Und was hat der Begriff des Landschaftsgartens mit Rothenburg ob der Tauber zu tun? Diesen und vielen weiteren Fragen gehen die Beiträge der Tagung am 5. und 6.4.2019 in der Evangelischen Tagungsstätte Wildbad Rothenburg ob der Tauber nach. 15 Referate wollen im Rahmen der Themenjahre 2019 – 2021 erhellen, wieso Rothenburg ob der Tauber Ende des 19. Jh. und zu Beginn des 20. Jh. von zahlreichen Malern und Architekten aus Großbritannien besucht und dargestellt wurde. Worin lag die Faszination, die Rothenburg ob der Tauber auf sie ausübte? Und wieso wurde Rothenburgs Stadtanlage samt seiner architektonischen Motive gleichermaßen von namhaften Vertretern der englischen wie deutschen Gartenstadtbewegung rezipiert? Und darf man hier berechtigterweise von einer pittoresken Moderne als Gegenentwurf zu einer späteren Bauhaus-Moderne sprechen?

Das Programm zur Tagung finden Sie hier

Anmeldung bis 15.03.2019 erbeten bei:

Edith v. Weitzel-Mudersbach M. A., edithvonweitzel@t-online.de

 

Die Tagung wird gefördert durch Leader / LAG Romantische Straße, das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

 

Evangelische Tagungsstätte Wildbad
Taubertalweg 42
91541 Rothenburg ob der Tauber
E-Mail: info@rothenburg.de
Tel.: 09861/404800

Monnickendamm, Sonderausstellung, RothenburgMuseum, Doppelbrücke

Von 14. April bis 15. September zeigt das RothenburgMuseum eine Sonderausstellung des gebürtigen Amsterdamer Martin Monnickendam (1874 bis 1943), in der mehrere pittoreske Landschaftsbilder und Stadtansichten Rothenburgs in Aquarellen, Pastellen und Zeichnungen verewigt, zusammen mit Ölbildern zu sehen sind. Die Werke zeigen Blicke über das Taubertal auf den Landschaftsgarten an der Kobolzeller Kirche oder Darstellungen des St. Georgsbrunnen am Marktplatz von Rothenburg ob Tauber. Einer konkreten Schule lassen sich Monnickendams Bilder nicht zuordnen, erkennbar sind Bezüge zum Jugendstil, aber auch zum Impressionismus und Expressionismus. In Rothenburg ob der Tauber ist die Ausstellung der Auftakt zu den Themenjahren „Pittoresk: Rothenburg als Landschaftsgarten“, der bis 2021 zahlreiche weitere Ausstellungen im RothenburgMuseum, im Mittelalterlichen Kriminalmuseum sowie Veranstaltungen im Wildbad Rothenburg ob der Tauber und Sonderführungen, Einblicke in Privatgärten und Konzerte folgen werden.

Öffnungszeiten: April – Oktober 09.30 – 17.30 Uhr

RothenburgMuseum
Klosterhof 5
91541 Rothenburg ob der Tauber
E-Mail: museum@rothenburg.de
Tel.: 09861/939043

Fränkischer Sommer

Der fränkische sommer bringt mit einem hervorragenden Programm, exzellenten Musikern und wunderbaren Veranstaltungsorten ein Stückchen Sommer nach Mittelfranken. Hier wird dem Publikum neben schöner Musik auch ein herrliches Ambiente geboten. Kein Wunder also, dass der fränkische sommer schon längst über die Grenzen Frankens hinaus bekannt ist. Alles begann 1978, als der Regierungspräsident Heinrich von Mosch den fränkischen sommer ins Leben rief. Seitdem überzeugt das Festival Jahr für Jahr mit einem ansprechenden Programm und international gefeierten Künstlern. Das Konzept ist ebenso einfach wie genial: An mehreren Veranstaltungsorten finden den ganzen Sommer über einzigartige Konzerte statt. Auf dem Programm stehen Orchesterkonzerte, Liederabende, Operninszenierungen und Jazzkonzerte. Keine Frage, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Genauso vielseitig wie das Programm sind die Spielorte. Vom altehrwürdigen Schloss bis zum modernen Luxusliner ist alles dabei. So versüßen die Veranstalter ihrem Publikum die Sommermonate. Lassen Sie sich den fränkischen sommer auf keinen Fall entgehen. Erleben Sie das bunte Programm in stimmungsvollem Ambiente live und genießen Sie einen unvergesslichen Sommer!

Quelle: Reservix

Es werden u. a. das Eröffnungskonzert in der Reichsstadthalle in Rothenburg ob der Tauber stattfinden. Lassen Sie sich von den Klängen verzaubern und genießen Sie den Sommer in Franken!

Tickets unter:

www.reservix.de

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