Kulturtipps

Vom Schauspiel unter freiem Himmel bis zum Konzert im Neuen Jahr

Kulturgenuss, Begegnung und sich Wohlfühlen

Mit dem Toppler Theater, der Reichsstadthalle, dem Burgtortheater, der Halle von Kunst Kultur Korn, der Stöberleinsbühne, der Mehrzweckhalle, dem Kino Forum sowie den Kirchen, Museen und dem Café Lebenslust hat Rothenburg ob der Tauber ein reichhaltiges Angebot an einzigartigen Veranstaltungsplätzen. Hier finden Sie die kulturellen Höhepunkte.

Logo, Rothenburger Diskurse

Freitag, 29.03.2019, 20 Uhr • Städtischer Musiksaal bei freiem Eintritt

Prof. Dr. Michael Jeismann · Wie Welt sich mischt: Die Geschichte interkultureller Paare von Sauskanu bis David Bowie

 

Glück und Unglück liegen nah beieinander, wenn Liebende aus verschiedenen Welten stammen. Ob Leila und Madschnun, Marlon Brando und Tarita Teriipaia, die Fee Peri Banu und der Prinz Achmed oder die kirchenkritische Pussy-Riot-Aktivistin Maria Aljochina und der ultraorthodoxe Dimitri Zorionow – ob Fiktion oder Wirklichkeit: Gemischte Paare sind wie Trigger-Punkte im Körper einer Gesellschaft. Es war nicht immer die Hautfarbe, die bestimmte, wer als fremd galt. Oder die religiöse, soziale oder nationale Zughörigkeit, die Sprache. Was trennte und was verband, wurde zu verschiedenen Zeiten sehr unterschiedlich aufgefasst. Dass aber im Innersten einer Gesellschaft das Fremde – wie immer man es definierte – intim wurde, verstörte und wurde häufig bekämpft. Es ließ sich trotzdem nie ganz verhindern, dass sich solche Paare bildeten – sie sind die Dehnungsfugen im Gefüge einer Gesellschaft. Und ihre Geschichte ist die Geschichte unserer Freiheiten.

Michael Jeismann, geb. 1958, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitarbeiter des Goethe-Instituts München. Er ist Spezialist für deutsch-französische Geschichte, 2004 erhielt er den Jean-Améry-Preis für Europäische Essayistik.
Veröffentlichungen u. a.: »Wie die Welt sich mischt. Interkulturelle Paare von Sauskanu bis David Bowie«, München 2019. »Auf Wiedersehen Gestern. Die deutsche Vergangenheit und die Politik von morgen«, Stuttgart 2001 (Jean-Améry-Preis für Europäische Essayistik 2004). »Das Vaterland der Feinde. Studien zum nationalen Feindbild und Selbstverständnis in Deutschland und Frankreich 1792 – 1918«, Stuttgart 1992.

(c)MittelalterlichesKriminalmuseum, Bancroft, MKM, pittoresk

Was verbindet die Künste der Malerei und der Gartengestaltung? Wieso wurde mit dem Pittoresken im 18. Jh. eine neue ästhetische Sichtweise begründet? Ist das Pittoreske mit dem Malerischen gleichzusetzen? Und was hat der Begriff des Landschaftsgartens mit Rothenburg ob der Tauber zu tun? Diesen und vielen weiteren Fragen gehen die Beiträge der Tagung am 5. und 6.4.2019 in der Evangelischen Tagungsstätte Wildbad Rothenburg ob der Tauber nach. 15 Referate wollen im Rahmen der Themenjahre 2019 – 2021 erhellen, wieso Rothenburg ob der Tauber Ende des 19. Jh. und zu Beginn des 20. Jh. von zahlreichen Malern und Architekten aus Großbritannien besucht und dargestellt wurde. Worin lag die Faszination, die Rothenburg ob der Tauber auf sie ausübte? Und wieso wurde Rothenburgs Stadtanlage samt seiner architektonischen Motive gleichermaßen von namhaften Vertretern der englischen wie deutschen Gartenstadtbewegung rezipiert? Und darf man hier berechtigterweise von einer pittoresken Moderne als Gegenentwurf zu einer späteren Bauhaus-Moderne sprechen?

Das Programm zur Tagung finden Sie hier

Anmeldung bis 15.03.2019 erbeten bei:

Edith v. Weitzel-Mudersbach M. A., edithvonweitzel@t-online.de

 

Die Tagung wird gefördert durch Leader / LAG Romantische Straße, das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

 

Evangelische Tagungsstätte Wildbad
Taubertalweg 42
91541 Rothenburg ob der Tauber
E-Mail: info@rothenburg.de
Tel.: 09861/404800

Monnickendamm, Sonderausstellung, RothenburgMuseum, Doppelbrücke

Von 14. April bis 15. September zeigt das RothenburgMuseum eine Sonderausstellung des gebürtigen Amsterdamer Martin Monnickendam (1874 bis 1943), in der mehrere pittoreske Landschaftsbilder und Stadtansichten Rothenburgs in Aquarellen, Pastellen und Zeichnungen verewigt, zusammen mit Ölbildern zu sehen sind. Die Werke zeigen Blicke über das Taubertal auf den Landschaftsgarten an der Kobolzeller Kirche oder Darstellungen des St. Georgsbrunnen am Marktplatz von Rothenburg ob Tauber. Einer konkreten Schule lassen sich Monnickendams Bilder nicht zuordnen, erkennbar sind Bezüge zum Jugendstil, aber auch zum Impressionismus und Expressionismus. In Rothenburg ob der Tauber ist die Ausstellung der Auftakt zu den Themenjahren „Pittoresk: Rothenburg als Landschaftsgarten“, der bis 2021 zahlreiche weitere Ausstellungen im RothenburgMuseum, im Mittelalterlichen Kriminalmuseum sowie Veranstaltungen im Wildbad Rothenburg ob der Tauber und Sonderführungen, Einblicke in Privatgärten und Konzerte folgen werden.

Öffnungszeiten: April – Oktober 09.30 – 17.30 Uhr

RothenburgMuseum
Klosterhof 5
91541 Rothenburg ob der Tauber
E-Mail: museum@rothenburg.de
Tel.: 09861/939043

Ein lachendes Gesicht hier, ein gehobener Daumen dort oder gar eine klatschende Hand – sogenannte Emoticons sind in den Sozialen Netzwerken und digitalen Nachrichtendiensten wie WhatsApp omnipräsent. Mit einem ikonischen Symbol auf den Punkt bringen, was man mit Worten per Nachricht schwer ausdrücken kann – das ist die Funktion von Smiley und Co. Einen ganz starken Wiedererkennungswert liefert auch Rothenburg ob der Tauber. Warum also das Einmalige der Stadt nicht auf die Symbolik der Emoticons übertragen? Dieser Thematik haben sich sechs Künstler verschrieben. Ein freier Künstlerzusammenschluss also, der mit unterschiedlichsten Techniken (z. B. Grafik, Papier, Fotografie, Holz, Objektkunst, Malerei) die mittelalterliche Kleinstadt und die moderne Welt der digitalen Bildsprache vereint – nicht als Wettbewerb, sondern als Werkschau. Außerdem kann vor Ort jeder Besucher selbst kreativ werden.

Künstler
Bettina Löhr-Hentz
Carmen Hiller
Pauline Pehl
Sabine Boas
Max Ohr
Veronika Herberger

Vernissage | 03. Mai, 20 Uhr
Öffnungszeiten | 14 – 19 Uhr

Fränkischer Sommer

Der fränkische sommer bringt mit einem hervorragenden Programm, exzellenten Musikern und wunderbaren Veranstaltungsorten ein Stückchen Sommer nach Mittelfranken. Hier wird dem Publikum neben schöner Musik auch ein herrliches Ambiente geboten. Kein Wunder also, dass der fränkische sommer schon längst über die Grenzen Frankens hinaus bekannt ist. Alles begann 1978, als der Regierungspräsident Heinrich von Mosch den fränkischen sommer ins Leben rief. Seitdem überzeugt das Festival Jahr für Jahr mit einem ansprechenden Programm und international gefeierten Künstlern. Das Konzept ist ebenso einfach wie genial: An mehreren Veranstaltungsorten finden den ganzen Sommer über einzigartige Konzerte statt. Auf dem Programm stehen Orchesterkonzerte, Liederabende, Operninszenierungen und Jazzkonzerte. Keine Frage, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Genauso vielseitig wie das Programm sind die Spielorte. Vom altehrwürdigen Schloss bis zum modernen Luxusliner ist alles dabei. So versüßen die Veranstalter ihrem Publikum die Sommermonate. Lassen Sie sich den fränkischen sommer auf keinen Fall entgehen. Erleben Sie das bunte Programm in stimmungsvollem Ambiente live und genießen Sie einen unvergesslichen Sommer!

Quelle: Reservix

Es werden u. a. das Eröffnungskonzert am 25.5.19 in der Reichsstadthalle in Rothenburg ob der Tauber stattfinden. Lassen Sie sich von den Klängen verzaubern und genießen Sie den Sommer in Franken!

Tickets unter:

www.reservix.de

Udo Kaller Sonderausstellung Kunst RothenburgMuseum

Dass die asiatische Kunst Udo Kaller sehr fasziniert, wird auf den ersten Blick der Motive deutlich. Doch beschränkt sich er keineswegs auf epigonenhafte Nachahmung, sondern durchdringt das Fernöstliche und transponiert es in die europäische Moderne. Die vielfältigen Veränderungen und Variationen, die sich allein daraus ergeben, sind faszinierend. Der Spannungsbogen zwischen überschäumender Phantasie und äußerster Präzision sind die hervorstechendsten Merkmale seiner Bilder, wobei sich Abstraktion und Konkretes nie ausschließen.
Im Refektorium, dem ehemaligen Speisesaal der Nonnen, der im 15. Jahrhundert entstand, bilden die Werke Udo Kallers einen äußerst reizvollen Kontrast zur mittelalterlichen Architektur.

Sonderausstellung „Udo Kaller – Die weiße Schale“ vom 26.05.-25.08.2019
Geöffnet täglich von 9.30 – 17.30 Uhr

RothenburgMuseum
Klosterhof 5
91541 Rothenburg o.d.T.
Tel. 09861 939043
Fax 09861 935206
museum@rothenburg.de
www.rothenburgmuseum.de

Den Auftakt macht am 26. Juni das Erfolgsstück Tschick von Wolfgang Herrndorf (Bühnenfassung von Robert Koall); Tschick ist die Geschichte einer sommerlichen Deutschlandreise durch ein vertrautes, fremdes Land. Durch Orte mitten im Nirgendwo, bizarre Kraterlandschaften und fehlplatzierte Gebirgszüge, bevölkert von seltsamen, aber häufig entwaffnend freundlichen Menschen. Eine Reise, getränkt mit dem Gefühl von Freiheit und Abenteuer und gleichzeitig voller Wehmut, weil sie nicht ewig dauern kann.

Regie führt Thomas Helmut Heep, der bereits im vergangenen Jahr für das Toppler Theater tätig wurde.

 

Nach dem großen Erfolg des Zweitstückes mit den vier Herren aus dem vergangenen Jahr, werden ab dem 1. August 2019 – folgerichtig – vier Damen auf der Bühne zu sehen sein. Höchste Zeit! von Tilmann von Blomberg und Carsten Gerlitz.

Die Zuschauer erwartet nach bewährtem Rezept ein brüllend komischer Abend über vier Frauen im Hochzeitsrausch. Dass dabei nicht alles glatt geht, versteht sich von selbst! Denn zwischen Freudentränen und Panikattacken sehen sich Hausfrau, Karrierefrau, Vornehme und Junge vor die großen Fragen des menschlichen Miteinanders gestellt: Gibt es den perfekten Partner? Wie funktioniert eine gute Ehe? Und: Warum macht mir der Mistkerl keinen Heiratsantrag?

Regie führt erneut Katja Wolff, die sich für den Erfolg des Vorjahres verantwortlich zeichnet. Als Darstellerinnen konnten Michaela Hanser, Nicole Rössler, Stefanie Dietrich und Nini Stadlmann gewonnen werden. Für das Bühnen- und Kostümbild ist Saskia Wunsch engagiert.

Tickets gibt’s beim Rothenburg Tourismus Service oder unter: www.reservix.de

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