Hier kaufen Sie in Rothenburg ob der Tauber ein

Hier kaufen Sie in Rothenburg ob der Tauber ein

Wir stellen Ihnen an dieser Stelle Einzelhändler aus Rothenburg ob der Tauber vor

Lokal einkaufen heißt: Bei Menschen einkaufen, die einen kennen. Lokal einkaufen gibt Ihnen die besondere Inspiration. Bekannt ist Rothenburg ob der Tauber für das ganzjährige Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt in der Herrngasse – nicht umsonst geht Rothenburg als Weihnachtsstadt in den Dezember 2020. Auch die Familie Leyk steht mit ihren Lichthäusern für weihnachtliches Flair. Neben der Manufaktur in der Erlbacher Straße findet sich in der Altstadt in der Schmiedgasse ein Laden.

Doch Rothenburg ob der Tauber hat viel mehr zu bieten: Hier treffen Sie in der Altstadt auf exklusives Handwerk, das es so nur in Rothenburg gibt. Einige der Anbieter haben sich in der Gruppe Handmade zusammengetan. Und Sie treffen auf Modeläden, die eigene Kreationen anbieten oder mit ihrer feinen Auswahl zielgenau den Geschmack der Kundschaft treffen.

In eine romantische Mittelalterstadt passen natürlich auch Spezialgeschäfte wie Zur Waffenkammer in der Oberen Schmiedgasse – hochwertig geht es hier ins Reich von Rittern und Burgherren. Da leuchten Kinderaugen – und wenn die Augen schon leuchten: Rothenburg gilt als Märchenstadt, ist wie gemacht für zauberhafte Spaziergänge und für den Spielzeughandel. Ob Teddies oder hochwertiges Holzspielzeug – in Rothenburgs Gassen werden Sie fündig.

A propos fündig: Leseratten finden in der Hafengasse und Rödergasse in den drei hervorragend sortieren Buchhandlungen sicherlich ihr Glück. Auf Sportive wartet am Rödertor die Familie Hübsch mit ihrem Intersport-Laden. Ideen für Dekorationen sowie Läden mit hochwertiger Feinkost ziehen die Besucher an. So spiegelt sich in Rothenburgs Geschäften die ganze Vielfalt der Besucherinteressen wider.

Wir stellen Ihnen hier einige Persönlichkeiten aus den Geschäften Rothenburgs vor – von Modedesigner bis zum Töpfer, vom Mittelalter-Enthusiasten bis zum Weihnachts-Liebhaber, vom Winzer bis zum Metzger. Und wir freuen uns, wenn wir Sie beim Einkaufen in Rothenburg ob der Tauber treffen.

Mittelalter-Zeitreise in Rothenburg ob der Tauber

Hier reisen Sie ins Mittelalter: Carolin und Johannes Wittmann von "Zur Waffenkammer" in Rothenburg ob der Tauber

Waffenkammer

Und wo finde ich das?

Schwerthändler aus Leidenschaft
Carolin und Johannes Wittmann spezialisieren sich in der Waffenkammer auf das Mittelalter

Obacht, ein Fall für die Vorurteilsschublade: in der mittelalterlichen Altstadt von Rothenburg ob der Tauber verkauft jemand Schwerter und Rüstungen. Wie Sie als Unternehmer trotz dieser Konstellation nicht im Klischee enden? Das schauen Sie sich am Besten bei Carolin und Johannes Wittmann in der Schmiedgasse ab. Qualität, Leidenschaft und Expertenwissen im Marktsegment der Mittelalter- und Fantasy-Nostalgiker führen zu einem Einkaufserlebnis der Extraklasse – wo auch der Begriff „Erlebnis“ nicht zum bloßen Marketingklischee verkommt…

Als Kind war die Waffenkammer für Johannes Wittmann immer ein ganz besonderer Anlaufpunkt in Rothenburg. Kein Wunder, wenn er seine Kindergarten- und Schulfreunde zum Laden seiner Tante Marianne mitnahm, wurden Jungsträume wahr: Die Waffenkammer gründete Marianne Wittmann in der Schmiedgasse in den frühen 1960er-Jahren. Morgensterne gehörten zu den ersten Produkten, die sie hier an die zahlreicher werdenden Gäste aus Übersee verkaufte. Einen Bezug zum Mittelalter? Hatte Marianne zu dieser Zeit noch nicht, den Laden hatte die Familie Wittmann in der 50ern übergangsweise als Bücher- und Schreibwarenhandel genutzt, nachdem der eigentliche Laden am Kapellenplatz bei der Bombardierung Rothenburgs im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

Mit dem Wiederaufbau des Bereichs rund um den Kapellenplatz Mitte der 1950er  konnte Marianne Wittmann das Haus in der Schmiedgasse anderweitig nutzen und entschied sich für Replika aus den Zeiten der Ritter und Burgfrauen. Und in ihrem Neffen Johannes Wittmann fand sie später einen willfährigen Helfer: „Das ist ein Abenteuerspielplatz, das Beste überhaupt“, strahlen auch heute noch seine Augen, wenn er von seiner Kindheit und der Zeit im Laden spricht. Welcher Teenager kann schon von sich behaupten, dass er Äxte und Schwerter an aus Menschen in aller Welt verkauft? Die sehr enge Bindung zu seiner Tante blieb auch bestehen als er Radiologieassistent in Würzburg lernte. Der eigentliche Wunschtraum stand unverändert: die Waffenkammer weiterführen in der er schon als Kind geholfen hatte.

Und das macht Johannes mit seiner Frau Carolin seit dem 1.1.2005 mit voller Leidenschaft. „Wir haben die besten Kunden, die es gibt“, ist sich Johannes sicher und erklärt auch warum: „Unsere Kunden sind immer freundlich, entspannt und interessiert, wir versuchen Ihre Wünsche zu erfüllen und Sie können Ihr Hobby mit unseren Produkten aus und erleben.“ Sein Ziel: jeder Kunde – ob nun Stammgast oder Gelegenheitskäufer – soll den Laden glücklich und inspiriert verlassen. So machte sich das Paar an die flächenmäßige Erweiterung des Ladens, der nun weit in das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert führt. Für manche geht es sogar ins Kellerverlies: dort ist eine Selfie-Station mit mittelalterlichen Gewandungen entstanden. „Das macht einen verschwindend geringen Teil unserer Umsätze aus. Aber darum geht es uns in diesem Falle auch gar nicht: das Einkaufen soll hier ein Erlebnis sein. Jeder Kunde soll mit einem Lächeln die Waffenkammer verlassen“, betont Johannes.

Wer sind eigentlich diese Kunden? Ganz neu im Corona-Sommer: Familienväter, die dem Nachwuchs im heimischen Wald ein Schnitzmesser an die Hand geben möchten – frei nach dem Motto: Schnitzen statt Strandurlaub. Und sonst?  Vorwiegend deutsch und amerikanisch. Das Klientel reicht vom verzweifelten Schwertkämpfer der dringend eine neue Schaukampfwaffe für die passende Epoche sucht, über den Gelegenheitskäufer bis zum Kenner. Letztere sind der Grund, warum Johannes Wittmann folgende Job-Anforderung formuliert: „Man muss viel lernen in diesem Laden. Und man lernt nie aus!“ Bloß im Laden stehen und ein paar Schwerter verkaufen? Das ist nicht der Anspruch von Johannes Wittmann und auch nicht der Anspruch seiner Stammkundschaft: Vom Magister in Geschichte bis zum Fantasy-Nerd, die treue Fangemeinde will unterhalten werden. In der Waffenkammer einkaufen heißt für diese Sorte Gast auch immer: über die Waren philosophieren – was für Johannes den Reiz ausmacht: „Du lebst mit dem Laden, die Resonanz solcher Kunden gibt dir so viel!“ Welche Schwertform passt in die Wikingerzeit, wie schwer war eine authentische Rüstung aus dem Mittelalter? Das sind dann die Fragen. Johannes unterscheidet dabei in zwei Gruppen von Stammkunden: jene, die das authentische wollen. Und jene, die etwas „fürs Auge“ wollen und sich von Fantasy-Literatur der Marke „Game of Thrones“ mitreißen lassen. Für alle und auch für Sie als Leser gilt: Wenn auch Sie mal ein passendes Schwert benötigen, sind sie bei Caro und Johannes Wittmann in der Waffenkammer in Rothenburg ob der Tauber an der richtigen Stelle.

Feinkost in Rothenburg ob der Tauber

Gelebte Nachhaltigkeit: die Ölmanufaktur Kreiselmeyer aus Lohr bei Rothenburg ob der Tauber

Und wo finde ich das?

Ein 2020er Öl vom Leinsamen gefällig? 

Die Hof-Manufaktur Kreiselmeyer aus Lohr stellt hochwertige Speiseöle selbst her

Wie sieht die Zukunft der Landwirtschaft aus? Wie ernähren wir uns gesünder? Diese großen Fragen treiben Tobias Kreiselmeyer aus Lohr bei Rothenburg ob der Tauber um. Sein Ansatz: hochwertige Speiseöle aus dem Familienbetrieb, welche rund um Rothenburg zum Verkauf stehen und auch bei den Kooperationspartnern aus der Gastronomie Anklang finden.

Tobias Kreiselmeyer ist auf dem Hof seiner Eltern im kleinen Lohr bei Rothenburg ob der Tauber aufgewachsen. Wer der Romantischen Straße gen Süden folgt, der kommt durch den unscheinbaren Ort bei Insingen – keine zehn Kilometer entfernt von der Altstadt von Rothenburg. Mit dem Vater zusammen betreibt Tobias Kreiselmeyer in fünfter Generation den Hof als Haupterwerbsbetrieb. Die Familie lebt von ihrem Land und mit dem Land. Steht aktuell das Milchvieh im Vordergrund, so strebt Tobias langfristig eine Umorientierung hin zum Direktvermarkter hochwertiger Speiseöle an. Dieser mutige Prozess ist in vollem Gange, noch läuft der Betrieb beider Geschäftszweige aber parallel. Doch das Geschäft mit dem Rapsöl, Leinöl, Hanföl und weiteren Speiseölen aus regionalem Anbau wächst stetig. Kooperationen mit Supermärkten, Drogerien oder Gastronomen wie der Familie Rother vom Hotel Reichsküchenmeister in Rothenburg ob der Tauber erweisen sich als fruchtbarer Nährboden für die nachhaltige Geschäftsidee.

Auf den Plan mit der Ölproduktion kommt Tobias Kreiselmeyer während seiner Ausbildung und den Praktika im Ausland. „In Kanada und Neuseeland habe ich in viele Betriebe Einblicke gewinnen können, die Landwirtschaft komplett anders denken als wir hier in Franken“, benennt Tobias die Blickrichtung über die Ozeane und den Tellerrand. „Die bewusste und gesunde Ernährung war bei uns dank meiner Mutter – einer Hauswirtschaftslehrerin – zuhause schon immer ein wichtiges Thema, lange bevor es zum Trend wurde. Und dann kam ich in Kanada erstmals mit Leinsamen und in Neuseeland mit Nutzhanf in Kontakt.“ Dieses Wissen vertieft Tobias, nimmt deutschlandweit zu Betrieben Kontakt auf, die schon mit dem Thema befasst sind. Auch bei der Grünen Woche in Berlin erkennt er: das ist vielleicht sein Ding, hier sieht er die langfristige Zukunft des elterlichen Betriebs.

Heute, zwei Jahre später, produziert er bereits 10.000 Liter Speiseöl auf 17 bis 18 Hektar eigener Fläche. Mit Blaumohn und Schwarzkümmel hat er sein Sortiment erweitert. „Da sind Landwirte aus der Region auf mich zugekommen“ – generell eine interessante Perspektive. Die Ölpresse steht auf dem heimischen Hof. Und wer mit Tobias länger spricht, der erkennt die Parallelen zwischen dem Ölproduzenten und einem Winzer. Die Qualität der Öle ist abhängig von der Bodenbeschaffenheit und vom Klima. „Ein 2019er Leinöl schmeckt nicht unbedingt wie ein 2020er. Niederschlag und Trockenheit sind wichtige Faktoren, die wir nicht beeinflussen können“, meint Tobias Kreiselmeyer. „Stellschrauben, die wir beeinflussen können, drehen sich im Kern um die Temperatur mit welcher das Öl gepresst wird. Widerstand und Geschwindigkeit in der Anlage sind hier die relevanten Komponenten. Hanf hat zum Beispiel eine härtere Schale als Raps und muss deshalb langsamer gepresst werden.

Der Verkaufsladen auf dem Hof ist mittlerweile eine Anlaufstelle für Radgruppen, die Felder will er mit Schildern und QR-Codes versehen, die zur Website und einer autarken Feldführung leiten. Auch den Vertrieb nimmt Tobias Kreiselmeyer in die eigene Hand. „Das ist jenes Feld, wo ich am meisten dazulernen musste. Der direkte Kontakt zu den Geschäftspartnern in der Region ist mir aber wichtig. So kann ich ermessen, wer auch wirklich hinter unserem Produkt und Konzept steht“. In Rothenburg ob der Tauber kann der Kunde das Öl der Manufaktur Kreiselmeyer bei Eisen Keitel sowie in den Edeka- und REWE-Supermärkten vor Ort erwerben. Mitglied ist die Hofmanufaktur Kreiselmeyer auch im Netzwerk des Regionalbuffet, wo lokale Direktvermarkter mit Restaurants kooperieren.

Pralinenträume am Plönlein: Anna Kaerlein-Seip von Grand Cru

Lieblingsorte Rothenburg ob der Tauber - Plönlein

Und wo finde ich das?

Schokolade statt Sportstudium – die feinen Pralinen vom Rothenburger Plönlein

Sie verließ das Neun-Häuser-Dorf Hochbach nahe Burgbernheim gen großer Stadt – und kehrte nach Stationen in Frankfurt am Main und St. Moritz/Schweiz mit jeder Menge Schokolade und als Olympiasiegerin zurück. Anna Kaerlein-Seip betreibt nun seit dem 18.9.2020 das feine Pralinengeschäft „Grand Cru“ am Plönlein, dem Wahrzeichen von Rothenburg ob der Tauber. Die Pralinen und Schokoladen kommen alle aus ihrer Manufaktur am heimischen Gehöft, zwanzig Kilometer von der Tauberstadt entfernt.

Anna Kaerlein-Seip ist hineingestolpert in ihre Pralinenmanufaktur „Grand Cru“. Das behauptet die zweifache Mutter aus der Nähe von Burgbernheim zumindest. Mit 15 nahm sie sich vor, eine Torte für einen Bekannten zu backen. „Kannst du das überhaupt?“, fragte die Mutter Oma kritisch. „Das kann ja nicht so schwer sein“, sagte die junge Anna, damals noch ohne nennenswerte Praxiserfahrung. Und ein paar Jahre später steht sie da mit ihrem Pralinenladen „Grand Cru“  in Rothenburg ob der Tauber, nur 20 Minuten entfernt gelegen von der Manufaktur in ihrem kleinen Heimatdorf Hochbach bei Burgbernheim.

Sportstudium oder Schokolade – so lautete die Wahl für sie nach dem Abitur. Das Ganze resultierte 2008 im Olympiasieg für Kaerlein-Seip. Aber nicht im Stadionrund sondern im ebenso anstrengenden und fordernden Wettbewerb  der Patissiere. Diese Berufung erlernte sie zuvor auf Ihrer Wanderschaft durch die gehobene Patisserie trifft es eher z.B. St. Moritz, Chocolaterie Frankreich…Frankfurt am Main, weil sie „endlich allein und in der großen Stadt leben wollte“. Was den Erfolg noch süßer machte: Kaerlein-Seip holte sich den Titel im Team mit ihrem späteren Mann – zum Zeitpunkt der Olympiade war die Beziehung drei Monate alt. Was folgte: die Rückkehr in die mittelfränkische Heimat, zwei Kinder und eine hervorragende Manufaktur in einem ehemaligen Bauernhof.

Der große Nachteil am heimatlichen Standort: viel Laufkundschaft hat man im Neun-Häuser-Dorf Hochbach nicht. Und so erinnerte sich Kaerlein-Seip an ihre Kindheit und an die vielen Ausflüge ins nahe Rothenburg ob der Tauber – insbesondere zur (Vor)Weihnachtszeit. Die Anlaufstelle, die ihre Kinderaugen zum leuchten brachten: Käthe Wohlfahrt und das Weihnachtsdorf. Jedes Jahr gab es von den Eltern eine original Glaskugel aus dem Weihnachtsdorf bis Anna als Jugendliche eine ansehnliche Anzahl für einen eigenen Baum vorweisen konnte. Mit dem eigenen Nachwuchs ging 2019 an die Stätte kindlicher Freuden. Und so viel sei gesagt: die Begeisterung für die bunten Weihnachtsornamente aus der Herrngasse wurde vererbt. Und der neue Laden am Plönlein, einem Wahrzeichen Rothenburgs, bereichert die Schmiedgasse mit süßen Versuchungen.

Und die wechseln ständig: ein ständiger Prozess ist das Sortiment der Manufaktur „Grand Cru“: fünf Kollektionen bereitet Kaerlein-Seip Jahr für Jahr auf, jahreszeitlich abgestimmt und mit jeweils sechs Sorten. Neben Klassikern im Sortiment experimentiert Kaerlein-Seip immer gern an neuen Varianten. Für den Reiterlesmarkt gesetzt: ihre Pralinenkreation mit Tonkabohnen. Und wer weiß: vielleicht entscheidet sich nach dem Genuss einer „Grand Cru“-Praline ein Rothenburger Abiturient für die süße Lehre – anstatt fürs Sportstudium.

Weißer Glühwein aus Rothenburg: Die Familie Thürauf vom "Weingut und Hotel Glocke"

Und wo finde ich das?

Weißer Glühwein – das Kultgetränk der Einheimischen kommt aus Rothenburg

Seit 1972 ist die Familie Thürauf auf dem Reiterlesmarkt mit ihrem Weißen Glühwein vertreten. Aus gutem Gutwein wird der legendäre Weiße Glühwein der Glocke – ohne jedwede Gewürze. Hier treffen sich normalerweise die Rothenburger mit dem Umland.

Es gibt hier kein Geheimnis, keine Rezeptur: Guter Wein aus reifen Trauben als Basis, Zeit der Reifung in großen Eichenholzfässern geben dem Wein Ausdruck und Kraft. Wenig Zucker dient nur der geschmacklichen Harmonisierung. Der Wein macht den Geschmack: voll, weinig, nachhaltig, man schmeckt Franken und Rothenburg.

Den Glühwein für zuhause gibt’s im Laden der Winzerfamilie direkt am Plönlein , dem wohl berühmtesten Platz der Altstadt von Rothenburg, oder im Laden in der Johannitergasse außerhalb der Altstadt. Auch nächtigen und typisch fränkisch essen kann man normalerweise in dem Traditionswirtshaus. Seit vier Generationen sorgt sich die Familie um einheimische und reisende Gäste.

Besonderheit ist das eigene Weingut. Landschaftsprägender, mühsamer Steillagenweinbau wird hier betrieben, auch am Südhang der Stadt unterhalb der Stadtmauer. Hier erfährt der Besucher viel über den Weinbau der Region. Ein Rebsortenlehrpfad mit 160 Rebsorten, die Geologie des „Fränkischen Schichtstufenlandes“, verschiedene Erziehungsarten und ein grandioser Ausblick auf die Stadtsilhouette und das mühlenreiche Taubertal. In fünf weiteren Gemeinden hat die Glocke Weinbergsbesitz. Neben fränkischen Klassikern wie Silvaner, Bacchus, Rieslaner, Gewürztraminer und vielen anderen kümmert man sich um die Erhaltung historischer Rebsorten: Süßschwarz, Hartblau, Blauer Affenthaler, Kleinberger, Adelfränkisch und noch andere.
Selbst Grüner Veltliner wächst nicht nur in Österreich sondern auch auf dem Muschelkalk des Taubertals. Im Holzfaßkeller der Glocke erfährt der Weinfreund im Rahmen von Weinproben Wissenswertes über die Landschaft mit Geologie und Geschichte, über Mentalität der Menschen und Weine, unterhaltsam und humorig präsentiert.

Mode in Rothenburg ob der Tauber

Die Mode vom Markusturm: Kathrin Kustra von Haus Couture

Und wo finde ich das?

Modedesign aus Rothenburg: Handgemachte Mode für die Locals

Rothenburg ob der Tauber lebt mit und vom Tourismus: im Hotelgewerbe, in der Gastronomie und im Einzelhandel – eigentlich. Die 11.500 Einwohnerstadt mit dem kleinen Einzugsgebiet ins Taubertal sowie auf die Hohenloher Ebene wartet aber auch mit exklusiven Läden auf, die sich einer großen Stammkundschaft erfreuen.

Malerischer geht es kaum noch als mit der Lage in der Rödergasse. Tritt Kathrin Kustra aus ihrem Laden für Damenmode „Haus Couture“, so blickt sie direkt auf Markusturm und Röderbogen – als Ensemble ist dieser Teil der ältesten, romanischen Stadtbefestigung ein Wahrzeichen Rothenburgs. Zur Weihnachtszeit illuminiert ein Baum das Innere des alten Stadttores. Hier lässt sich doch mit Gästen aus aller Welt doch bestimmt viel verdienen.

„Nein“, meint Inhaberin Kathrin Kustra und blickt dabei keineswegs traurig: „Ich freue mich natürlich über jeden interessierten Touristen, der bei mir etwas kauft.“ Aber nur 5 Prozent ihres Umsatzes, so meint sie, seien von den Sightseern abhängig. Der Rest: Stammkunden aus Rothenburg und der Umgebung. Damit trägt die studierte Modedesignerin – ihr Handwerk und die wirtschaftlichen Komponenten, die darum kreisen, hat sie in Stuttgart gelernt – ihr kleines, aber feines Geschäft in der Altstadt seit 15 Jahren.

Die Leidenschaft für selbstgemachte Mode hat Kustra von ihrer Mutter in die Wiege gelegt bekommen. Auf dem Esszimmertisch im nahen Schillingsfürst, wo Kustra aufwuchs, „stand immer die Nähmaschine meiner Mutter“. Und auch heute packt die Mama bei der Herstellung der Kleidungsstücke im Laden mit an. Alles wird in der Rödergasse erdacht, gefertigt und verkauft. Einen Online-Shop gibt es freilich auch. Doch am Liebsten tauscht sich Kustra mit ihren Kundinnen direkt aus und empfiehlt geschmackssicher das passende Modell aus der aktuellen Kollektion.

Zwei Kollektionen pro Jahr (Sommer/Winter) erstellt Kustra. Ihre Stoffe – alle im hohen Preissegment – erhält sich ausschließlich aus Webereien in Europa. Auf einen Anbieter aus Deutschland ist sie besonders stolz – und mag dessen Herkunft gar nicht verraten. Zu viel Zeit habe sie in die Suche investiert, um exklusive Muster und höchste Qualität garantieren zu können. Die hat im „Haus Couture“ Tradition – und freut sicherlich nicht nur die Rothenburger Stammkundschaft.

Sportbekleidung in Rothenburg ob der Tauber

Immer in Bewegung bleiben mit Christian Hübsch

Und wo finde ich das?

Im Web (bei Facebook): www.facebook.com/IntersportHuebsch/

Immer in Bewegung bleiben mit Christian Hübsch

Wer mit drei Jahren bereits regelmäßig  auf Skiern steht, wer als kleiner Junge mehrtägige Bergtouren mit der Familie erlebt und auch sonst mit Fußball und Volleyball mannschaftssportlich groß geworden ist, für den ist der Weg zum eigenen Sportladen zwar nicht vorgezeichnet. Aber allzu viel Fantasie braucht es eben auch nicht, wenn man Christian Hübsch von seiner Faszination für den Sport und für die Bewegung erzählen hört.

Vor fast exakt 20 Jahren – am 1. November 2000 – übernahm Christian Hübsch als Eigner den Intersport-Laden Lassauer am Markusturm in der Altstadt von Rothenburg ob der Tauber, 2013 zog man zum heutigen Standort am Rödertor um. Aufgewachsen ist er in Schwieberdingen in der Nähe von Stuttgart, sein Traum bei der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann: der Sportbereich. 10 Jahre lang hatte er in München dort gearbeitet, immer mit dem Ziel eines eigenen Geschäfts. „Wir verkaufen in unserem Laden ja nicht bloß Schuhe, Skier und Jacken, wir befinden uns hier im Freizeitbereich der Kunden und sind damit sehr nah an den positiven Emotionen der Menschen“, meint Hübsch. Das motiviert ihn und sein vierköpfiges Team, die Bewegung gehört für ihn zum Alltag. Seine aktuelle Leidenschaft? Laufen, Schwimmen, Radfahren. Unter zehn Kilometern macht er es beim Joggen ungern, die Lieblingsstrecke beginnt vor der Haustür in Leuzenbronn und geht via Amerikanerwäldchen ins Taubertal, zurück dann über das Schandtaubertal und Bettenfeld. Beim Radfahren setzt er auf das Mountainbike – schließlich ist Rothenburg ob der Tauber auch mit einigen schönen Trails gesegnet.

Wie er vor zwanzig Jahren auf Rothenburg ob der Tauber als Filialstandort kam? „Für mich waren zwei Faktoren entscheidend, als ich mich so langsam nach einem eigenen Geschäft umschaute: Gute Lage und in einer Kleinstadt sollte es sein“, begründet Hübsch seine Entscheidung für die Tauberstadt. Warum eine Kleinstadt? Genug vom Rummel in München? „Nein, in einer Kleinstadt hat der Einzelhändler einfach den Vorteil, dass der Austausch und Kontakt mit den Menschen viel persönlicher ist.“ So darf sich Hübsch über eine Vielzahl an Stammkunden aus der Umgebung freuen. Auch, weil sich mit den Sportvereinen der Umgebung die Symbiose aus Sponsoring des Unternehmens und Nachfrage der Sportler als nachhaltig erweist. Der soziale Aspekt ist für Hübsch in den Vereinen das Plus am Sport, welches in Corona-Zeiten mit der Einschränkung des Amateursports leider verloren ginge.

Was hat sich sonst geändert für Hübsch im Corona-Jahr 2020? Beim Einkauf haben sich auch die Lieferketten bei Sportartikeln verschoben, selbst der Fachhändler wartet schon mal länger als gewohnt auf die Ware. Und von Kundenseite? Der Trend zur Bewegung im Freien kommt auch bei Hübsch und seinem Team an. Hier setzt er auf die zielgerichtete Beratung und das Eingehen auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden: „In Sportsegment müssen wir ein feines Gespür haben, auf welchem Stand der Kunde ist und ihn dahingehend beraten. Das schafft langfristiger Vertrauen“, erklärt Hübsch. Vereinfacht: Nicht jeder, der sich gesundheitsfördernd um die Altstadt von Rothenburg bewegt, braucht das hochpreisigen Bergwanderschuh. „Bewegung und Ernährung seien die entscheidenden Komponenten für die Gesundheit“, so Hübsch und fügt lächelnd hinzu: „Wenn es um die Bewegung geht, sind Sie bei Intersport Hübsch richtig aufgehoben.“

Weihnachten in Rothenburg ob der Tauber

Sie bringen das Licht in ihr Haus: Leyk's Lichthäuser

Leyk's Lichthäuser Rothenburg - Manufaktur - Firma Leyk

Und wo finde ich das?

Sie bringen das Licht in ihre Wohnung

Die Firma Leyk’s Lichthäuser hat in Rothenburg ob der Tauber ihr Glück gefunden. Was vor über 30 Jahren als 2-Ehepartner-Unternehmen startete, gilt jetzt als Vorzeigebetrieb der Manufakturen-Initiative „Handmade in Rothenburg“. Auf den Weihnachtsmärkten Süddeutschlands wurde die Firma einst groß, am Reiterlesmarkt in Rothenburg ist man seit den frühen 90er-Jahren präsent.

Alles fing als zu klein geratenes Experiment an – für den Nachwuchs von Ursula und Bernd Leyk sollte ein Spielzeug her. Also formte Ursula selbst ein Haus aus Ton für Ihre Tochter und brannte es. Das erwies sich als guter Anfang, perfekt war es jedoch noch nicht: größer musste es werden – und mit Hohlräumen zum Hineinfassen und zum Hineinstecken von Teelichtern. Was Ursula Leyk und Ihre Tochter wohl nicht ahnen konnten: 35 Jahren später gibt es passionierte Sammler von Leyk’s Lichthäuser, die auf die jährlich erscheinenden Neuheiten im Katalog hinfiebern.

Zwei neue Modelle kreieren die Leyk’s pro Jahr – eines von Ursula Leyk, eines von Bernd Schulz-Leyk erdacht. Wettbewerb, welches neue Modell sich besser verkauft? Vielleicht das Geheimnis des jahrelangen Erfolgs, scherzen die beiden im Gespräch. Die Lichthäuser, die sich mit Teelichtern oder elektrischen Alternativen von innen illuminieren lassen, basieren teilweise auf wahren Gebäuden, teilweise auf erdachten Konstruktionen. Häufig im Fokus: das romantisierende Fachwerk, so auch in der Märchenkollektion. Mit den Lichthäusern von Leyk lässt sich auch gut die halbe Rothenburger Altstadt nachstellen: die Gaststube „Zur Höll“, die Ratstrinkstube, die Marienapotheke und viele weitere Gebäude aus der weltbekannten Altstadt finden sich in der Kollektion wieder.

Wie die Kugel zum Weihnachtsbaum passt das heimelige, leuchtende Ambiente der Häuser natürlich zur dunklen Winterzeit – und damit zu den Weihnachtsmärkten. Und genau hier fanden Ursula und Bernd Leyk ihre ersten Käufer. Von Markt zu Markt zogen sie anfangs im süddeutschen Raum, in Rothenburg ist die Familie seit den 90ern auf dem Reiterlesmarkt präsent. Viele Sammler aus aller Welt kamen in der Stadt mit dem weltberühmten Markt erstmal in Kontakt mit den Lichthäusern, kauften ihr erstes Modell und blieben über den postalischen Katalog und später den Online-Handel dran. Auch in diesem Jahr leuchtet in Rothenburg ob der Tauber nicht nur der große Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz, auch die Häuser von Leyk bringen das Licht auf den Markt – und finden so vielleicht neue Sammler.

Mehr Geschichten folgen bald an dieser Stelle…

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