Lieblingsorte erleben

Rothenburgs schönste Ecken

Parks, Plätze und historische Gebäude

Neben den Museen und Kirchen finden Besucher in Rothenburg ob der Tauber unzählige verträumte Ecken und grandiose Aussichtspunkte. Ob Türme, Gärten, Brunnen oder Partizierhäuser – auf folgendem Gang durch Rothenburgs Altstadt und Taubertal nimmt man viel Wissen und sicherlich auch viele Schnappschüsse mit.

Heute unsere Gästeinformation

Ratstrinkstube in Rothenburg ob der Tauber

Wo? Marktplatz 2

Was? Hier trafen sich einst die Ratsherren nach der Sitzung zum Umtrunk, nun bekommen hier Gäste aus aller Welt von den Mitarbeitern des Rothenburg Tourismus Service ihre Informationen.

Schneller Fakt: Die Stadtuhr an der Front stammt aus dem Jahr 1683, die Sonnenuhr aus dem Jahr 1768.

Auf jeden Fall machen: Zwischen 10 und 22 Uhr kommt immer zur vollen Stunde die Kunstuhr an der Fassade mit General Tilly und Altbürgermeiter Nusch zum Vorschein.

Rothenburg auf die Dächer blicken

Blick auf das Rathaus in Rothenburg ob der Tauber

W0? Marktplatz

Was? Mit seiner Renaissance-Fassade ist das Rathaus DER Blickfang am Marktplatz. Der westliche Teil ist bis heute erhalten geblieben, der östliche fiel 1501 einem Brand zum Opfer. Der im Stil des Barock gehaltene Arkadenbau wurde im Jahr 1681 vorgesetzt. Im Lichthof findet sich das Historische Verlies.

Kleiner Fakt: 220 Stufen erklimmt der Besucher, bis er auf die Aussichtsplattform des Rathausturms gelangt.

Auf jeden Fall machen: Vom Rathausturm aus haben Besucher einen einzigartigen Blick auf Rothenburgs Altstadt und das Umland.

Vorbild für Disneyworld

Rothenburgs Marktplatzbrunnen bei Nacht

W0? Marktplatz

Was?  1446 erbaut, fasst der Marktplatzbrunnen 100.000 Liter Wasser. Seit über 400 Jahren verziert eine kunstvolle Säule den Brunnen, von der Gestalt des Ritters St. Georg samt Drachen gekrönt. Nicht wundern: Im Winter wird diese von einer Glasfassade vor der Kälte geschützt.

Kleiner Fakt: In Walt Disney World in Orlando findet sich eine Nachbildung der Brunnenfigur im „Deutschen Pavillon“.

Auf jeden Fall machen: Ein tolles Fotomotiv bekommen Sie hier, wenn sich die Fachwerkhäuser des Marktplatzes im Brunnenwasser spiegeln.

Auf in die Straße der Patrizier

W0? Am Marktplatzbrunnen

Was?  Das Fleisch- und Tanzhaus bietet einen Kontrast zum schlanken Patrizierhäuschen der heutigen Marienapotheke, das eigenlich Jagstheimerhaus heißt, weil es 1448 vom gleichnamigen Bürgermeister errichtet wurde. Vom Marktplatz kommend bietet es den Eingang in die Herrngasse in der die Anwesen der einst reichen Partizierfamilien stehen.

Kleiner Fakt: Der Habsburger Kaiser Maximilian I. (1459 – 1519) übernachtete einst im Jagstheimerhaus.

Auf jeden Fall machen: Besuchen sie die Ausstellungsräume des Rothenburger Künstlerbund e.V. im Fleisch- und Tanzhaus.

Hier werden betrügerische Bäcker bestraft

Osterbrunnen in der Herrngasse

Wo? Herrngasse

Was? Dieser Brunnen in der Herrngasse stammt laut einer Inschrift aus dem Jahr 1595, gehört also stilistisch zur Spätrenaissance. Die Figur auf der Säule stellt eine Meerjungfrau mit zwei Fischschwänzen dar: mit einer goldenen Krone auf dem Haupt und einem goldenen Zepter in der Hand.

Kurzer Fakt: Früher fand um den Herrnbrunnen herum der Viehmarkt statt.

Auf jeden Fall machen: An den Reichsstadt-Festtagen rund um Rothenburgs Altstadt wird hier die Bäckertaufe nachgestellt – eine Strafe, die betrügerische Bäcker öffentlich bloß stellte.

Hier sehen Sie schwarz-gelb!

Rothenburg ob der Tauber Herrngasse Staudt Staudtsches Haus Patrizier Patrizierhäuser

Wo? Herrngasse 18

Was? Das prächtige Anwesen in der Herrngasse 18, der Prachtstraße der Stadt, ist das älteste unverändert erhaltene Patrizierhaus in Rothenburg. Seine Entstehung liegt im 12. Jahrhundert und seit 1697 ist es im Besitz der Familie von Staudt.

Kurzer Fakt: Warum einem im Staudt-Hof immer wieder die Farben gelb und schwarz begegnen? Weil es die Farben des Hauses Habsburg sind, das die Familie Staudt im Jahr 1700 in den Adelsstand erhob.

Auf jeden Fall machen: Mit Martin Kamphans und seiner Sonderführung „Patrizierhöfe“ durch die Altstadt kommen Sie hinter die Kulissen des Anwesens.

Wo ist hier die Burg?

Wo? Am Ende der Herrngasse: Bitte nicht nach der Burg fragen!

Was? An der Stelle, an der die Hohenstaufen 1142 ihre Reichsburg errichteten, findet sich heute ein wunderschöner Park im Stil englischer Landschaftsgärten und einer der spektakulärsten Ausblicke über das Taubertal auf das Spitalviertel. In dieser Ruheoase nahe der Altstadt findet sich auch die Blasiuskapelle.

Kurzer Fakt: Legende oder Wahrheit? Ein Erdbeben in der Schweiz soll die Burganlage 1356 zerstört haben. Oder banden die Bewohner der Stadt dem König einen Bären auf, um die teuren Steine der Burg für die eigenen Häuser zu verwenden?

Auf jeden Fall machen: Sehenswert ist die Gartenanlage in der Mitte des Burggartens aus dem 17./18. Jhd. mit insgesamt acht Sandsteinfiguren, welche die vier Jahreszeiten sowie die vier Elemente repräsentieren.

Unterwegs an Rothenburgs Riviera

Wo? Den Burggarten gen Spitalviertel verlassen

Was? Ja, Rothenburg ist die südlichste Spitze Weinfrankens. Erleben können Besucher dies am Weinberg An der Eich gleich unter den Mauern der Altstadt, der sich im Besitz der Familie Thürauf vom Weingut und Hotel Glocke befindet. Wanderwege führen direkt vom Burggarten oder der Aussichtskanzel unter dem Mittelalterlichen Kriminalmuseum durch die Anlage – an kaum einem Ort in Rothenburg ist es so ruhig wie an Rothenburgs Riviera.

Kurzer Fakt: 160 historische Rebsorten pflegt Albert Thürauf im Weinberg An der Eich. Insgesamt gehören der Familie sieben Weinberge in Franken.

Auf jeden Fall machen: Die Weinbergführung mit Albert Thürauf macht sie vom Laien zum Weinkenner.

Unsere Anlaufstelle für Jugendgruppen

Wo? Mühlacker 1

Was? In Kriegszeiten oder bei niedrigem Wasserstand konnten die Getreidemühlen im Taubertal Rothenburg nicht ausreichend versorgen. Man baute 1516 die wuchtige Rossmühle, um im Notfall das gesamte Getreide der Stadt mahlen zu können. Heute befindet sich hier die Jugendherberge mitten in Rothenburgs Altstadt.

Kurzer Fakt: Bis zu 16 Pferde trieben das Mahlwerk an!

Auf jeden Fall machen: Gleich neben der Rossmühle befindet sich der Kalkturm. Von hier aus gibt es eine einmalige Aussicht auf die Stadtsilhouette mit der Jakobskirche und dem Rathausturm.

Rothenburg von seiner wehrhaftesten Seite
Das Spitaltor in Rothenburg ob der Tauber im Frühling

Wo? Vom Parkplatz P1 aus in die Spitalgasse, Mühlacker, Sterngasse

Was? Das Spitalviertel ist jener Teil der Rothenburger Altstadt, der am spätesten mit der Stadtmauer umgeben wurde. Am Spitaltor findet sich somit auch der modernste Teil der Stadtbefestigung. Wobei modern hier relativ ist: 1546 wurde die Bastei fertiggestellt. Ein echter Hingucker ist das Hegereiterhaus mit seinem spitzen Zeltdach und dem schlanken, runden Treppenturm. Für Veranstaltungen aller Art bietet die Reichsstadthalle (570 Plätze) einen würdigen Rahmen.

Kurzer Fakt:  In lateinischer Sprache begrüßt die Losung Pax intrantibus, salus exeuntibus („Friede den Eintretenden, heil den Hinausgehenden“) Rothenburgs Gäste am Spitaltor. Diesen Leitspruch fanden die Macher des Tokioter Flughafens Haneda so stimmig, dass sie das Motto einfach adaptierten.

Auf jeden Fall machen: Bei Stadtfesten immer darauf achten, ob auch die Stöberleinsbühne im Programm auftaucht. Auf dieser Freilichtbühne im Spitalviertel geht es besonders stimmungsvoll zu.

Rothenburgs ikonisches Ensemble
Das Plönlein in Rothenburg ob der Tauber

Wo? Vom P1 kommend einfach der Spitalgasse folgen. Falls Sie vom Marktplatz aus starten, einfach durch die Obere Schmiedgasse schlendern.
Die Adresse ist kein Geheimnis: Sie lautet Plönlein!

Was? Ein schmales Fachwerkhaus mit dem kleinen Brunnen davor, umrahmt vom Kobolzeller Tor und dem höher stehenden Siebersturm, rechts und links liebevoll renovierte Bürgerhäuser – was für ein reizvolles Ensemble!

Kurzer Fakt:  Das Wort Plönlein entstammt aus dem Lateinischen von „planum“, was „ebener Platz“ bedeutet.

Auf jeden Fall machen: Vorab den Disney-Klassiker „Pinocchio“ von 1940 anschauen. Denn dann stellt sich ein Wiederkennungseffekt ein: Das Plönlein dient hier als Muster für eines der dargestellten Gebäude.

Auferstanden aus Ruinen
Die Gerlachschmiede von Rothenburg ob der Tauber

Wo? Vom Rödertor aus innerhalb der Altstadtmauer der Gasse Röderschütt kurz gen Süden folgen.

Was? Das Gebäude ist ein liebevoller Nachbau, 1945 wurde es bei einem Luftangriff vollständig zerstört. Seit 1951 strahlt es mit seinem zierlichen Giebel, den hübschen Fenstern und der bunten Wappentafel wieder alten Glanz aus.

Kurzer Fakt: Die Wappentafel mit der gekrönten Schlange ist eine Schöpfung des legendären Gerlachschmieds Georg Gerlach selbst

Auf jeden Fall machen: Die Zerstörung Rothenburgs im 2. Weltkrieg hat der Verein Alt-Rothenburg in einer kleinen Ausstellung im nahe gelegenen Röderturm aufgearbeitet.

Dieser Tränkbrunnen ist nahe am Bier gebaut
Osterschmuck am Röderbrunnen vor dem Röderbogen

Wo? Rödergasse

Was? Anders als alle anderen Brunnen in der Stadt liegt der Röderbrunnen in der Rödergasse breit hingelagert in einer Ausweitung der Rödergasse, so konnte er auch als Tränkbrunnen dienen.

Kurzer Fakt:  Auch der Röderbrunnen wird an Ostern festlich geschmückt. Circa 2400 Eier zieren dann den Brunnen, der in Kombination mit dem Markusturm zum Hingucker wird.

Auf jeden Fall machen: Im nahe gelegenen Romantik-Hotel Markusturm gibt es in Rothenburg gebrautes Bier. Der Eigentümer Herr Berger verkauft nur sein eigenes Bier, das es exklusiv nur hier gibt.

Hier liegen Sünde und Tugend nahe beieinander
Rothenburg ob der Tauber Baumeisterhaus historische Gebäude

Wo? Obere Schmiedgasse 3

Was? Hier lebte und arbeitete der berühmte Rothenburger Baumeister und Steinmetz Leonard Weidmann. Er baute neben seinem eigenen Haus auch die Spitalbastei und das Hegereiterhaus.

Kurzer Fakt:  Bewundern Sie an der Renaissance-Fassade neben den sieben Tugenden: Herzensgüte, Mütterlichkeit, Sanftmut, Mäßigkeit, Mut, Gerechtigkeit und Klugheit, und auch die sieben Laster: Völlerei, Verrat, Falschheit, Geiz, Unkeuschheit, Trägheit und Eitelkeit.

Auf jeden Fall machen: Die Originale der Figuren befinden sich im Reichsstadtmuseum.

Sommerfrische für den Bürgermeister

Wo? Taubertalweg 100

Was? 1388 teils als Wohnhaus und teils als Wehrturm erbautes Wasserschlösschen des legendären Rothenburger Bürgermeisters Heinrich Toppler.

Kurzer Fakt: Das vollständig erhaltene Gebäude ist mit Möbeln aus dem 16.–19. Jahrhundert eingerichtet. Es steht auf dem Privatgrund im Garten der Familie Boas.

Auf jeden Fall machen: Frau Boas bietet kurze Führungen in Schlösschen an: einen Termin vorab vereinbaren, am Eingang des Grundstücks und warten. Kontakt: Topplerschlösschen, Taubertalweg 100, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Telefon: 09861 / 7358 oder 09861 / 8738623

Hier sieht es aus wie bei den Römern
Blick über die Doppelbrücke auf Rothenburgs Altstadt

Wo? Taubertalweg

Was? Die Brücke im Taubertal entstammt aus dem 14. Jahrhundert und ähnelt in ihrer Bauweise einem römischen Viadukt. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt-Silhouette. Verbinden kann man einen Besuch auch mit einem Ausflug zum Rothenburger Kletterwald.

Kurzer Fakt: Die Brücke führt über die Tauber, die im circa 20 Kilometer Wettringen entspringt.

Auf jeden Fall machen: An den Reichstadt-Festtagen beginnt hier der Fackelumzug der historischen Gruppen am Freitag. Samstags sieht der Gast an diesem Festival von der Doppelbrücke aus das Feuerwerk am besten.

Evangelische Tagungsstätte und kulturelles Zentrum
Ein Blick auf das Wildbad - die Evangelische Tagungsstätte liegt im Taubertal,

Wo? Taubertalweg 42

Was? Das Wildbad Rothenburg erwartet Sie im Gebäude eines alten Kurhotels aus dem 19. Jahrhundert, erbaut im Stil des Historismus. In der heutigen Tagungsstätte der evangelischen Kirche kann man auch übernachten.

Kurzer Fakt: Im Villenbau befinden sich auf 3 Etagen 38 Gästezimmer alle mit Dusche und WC, im Kurhaus, direkt an der Tauber, befinden sich auf 3 Etagen 20 Gästezimmer alle mit Dusche und WC.

Auf jeden Fall machen: Im Wildbad ist kulturell viel geboten – von Kunstausstellungen, über Nachmittage mit klassischer Musik bis zum Elektronik-Festival Sundowner.

Asiatisch inspirierte Ruhe-Oase
Lotosgarten Rothenburg ob der Tauber

Wo? Erlbacher Str. 108

Was? Ein Rundweg führt vorbei an idyllisch gelegenen, versteckten Sitzplätzen. Zwei japanische Gartenpavillons mit Pagodendach bieten einen traumhaften Blick auf die mit Schilf bewachsenen Goldfischteiche. Sprudelnde Bachläufe erzeugen Entspannung und Wohlgefühl.

Kurzer Fakt: 250 Jahre alt ist das aus Indien importierte Tor im Lotos Garten und glänzt mit seltenen Schnitzereien über dem Eingang.

Auf jeden Fall machen: Werfen Sie einen kurzen Blick in die Manufaktur von Leyk’s Lichhäuser. Gleich am Lotos Garten befindet sich die Manufaktur!