Rothenburg Museum

Das RothenburgMuseum – ein Blick in die Stadtgeschichte Rothenburgs

Wie das Mittelalterliche Kriminalmuseum, so ist auch das RothenburgMuseum, in einem einstigen Klostergebäude der Altstadt von Rothenburg ob der Tauber untergebracht. Das Museum verspricht Einblicke in die Geschichte Rothenburgs, vom frühen Mittelalter über die Zeit als Reichsstadt bis hin zu den Zeiten der Nazidiktatur in Deutschland und dem Wiederaufbau der Stadt nach dem 2. Weltkrieg. Was sollte man im RothenburgMuseum unbedingt gesehen haben? Wir meinen: ganz viel!

Facettenreicher Gang durch die Stadtgeschichte

Das RothenburgMuseum bietet einen perfekten Rundumschlag für all jene, die von der Entwicklung der Stadt über die Jahrhunderte fasziniert sind. Die eindrucksvolle Klosterküche im einstigen Dominikanerinnenkloster zeugt vom reichen historischen Erbe der Stadt. Die kriegerischen Aspekte der Stadtgeschichte erleben Sie in der Waffensammlung Baumann. Die Darstellung Rothenburgs durch die romantischen Maler geht parallel einher mit der touristischen Wiederentdeckung der mittelalterlichen Stadt im 19. Jahrhundert.

Die Klosterküche im RothenburgMuseum – Die älteste ihrer Art.

Das RothenburgMuseum befindet sich in den Gebäuden eines einstigen Klosters der Dominikanerinnen und bei einem Rundgang durch den Kreuzgang finden sich gleich einige originalbelassene, einzigartige Schätze – allen voran die Klosterküche aus der Entstehungszeit des Gebäudes um 1240. Sie gilt als älteste erhaltene Klosterküche Deutschlands und wird ab und an sogar noch eingesetzt, z.B. wenn Kindergruppen museumspädagogisch etwas über das Kochen im Mittelalter lernen.

Klosterküche des 13. Jahrhunderts im RothenburgMuseum

Judaika und christliche Darstellungen

Im RothenburgMuseum spiegelt sich auch der Wandel im Zusammenleben der Religionen und Konfessionen in Rothenburg ob der Tauber wieder. Die jüdische Gemeinde machte einst 10 Prozent der Bevölkerung Rothenburgs aus, infolge der Nazidiktatur gibt es keine aktive jüdische Gemeinde mehr. Im RothenburgMuseum finden sich in der Judaika-Sammlung historische Grabsteine sowie Informationen zu Rabbi Meir ben-Baruch, einem der bedeutendsten jüdischen Rechtsgelehrten des Mittelalters. Der Wechsel vom altkirchlichen zum protestantischen Glauben zeigt sich im RothenburgMuseum ebenso, Heiligenfiguren aus der einst katholischen Jakobskirche wurden nach dem konfessionellen Wandel der Stadt aus der Kirche verbracht und stehen nun im RothenburgMuseum.

Waffen aus der Ritterzeit und dem 30jährigen Krieg

Die Sammlung Baumann birgt eine der größten Waffensammlungen Europas aus verschiedenen Epochen. Neben Ritterrüstungen, Musketen aus dem 30jährigen Krieg oder Lanzen und Schwertern finden sich in dieser Abteilung des RothenburgMuseum echte Paradewaffen: Ein Jagdgewehr, das einst der französischen Königin Marie Antoinette überreicht wurde, oder Duellpistolen, die an den Fürsten von Metternich gingen. Alle hochwertig verarbeitet, aber wohl nie eingesetzt.

Gemäldegalerie im RothenburgMuseum: Das malerische Rothenburg

Monnickendamm, Sonderausstellung, RothenburgMuseum, Doppelbrücke

Englische und amerikanische Maler entdeckten Rothenburg ob der Tauber Ende des 19. Jahrhunderts als verschlafenes, aus der Zeit gefallenes Kleinod. Künstler wie Arthur Wasse ließen sich von der Mittelalterstadt inspirieren und fertigten eine große Reihe pittoresker Stadtansichten aus Rothenburg ob der Tauber an. So trugen die Maler auch zur touristischen Entdeckung der Stadt bei. In der Gemäldegalerie des RothenburgMuseums befinden sich die bekanntesten Kunstwerke mit Blicken auf die Jakobskirche oder über das Taubertal, aber auch Szenen aus dem damals landwirtschaftlich geprägten Alltag in Rothenburgs Altstadt.

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